Mellingen
Gemeinderat nimmt Kosten und Schulraumbedarf unter die Lupe

Die Mellinger Bevölkerung muss sich noch gedulden, bis sie das Modell des geplanten Primarschulhauses in der Kleinen Kreuzzelg sehen wird.

Sabina Galbiati
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So sieht das geplante Primarschulhaus der Felber Widmer Schweizer Architekten aus — Änderungen vorbehalten.

So sieht das geplante Primarschulhaus der Felber Widmer Schweizer Architekten aus — Änderungen vorbehalten.

zvg

Das Siegerprojekt für das neue Primarschulhaus in der Kleinen Kreuzzelg wird der Bevölkerung erst nach den Sportferien 2018 vorgestellt. Eigentlich hätte die Mellinger Bevölkerung nächste Woche ihr neues Schulhaus kennen lernen sollen. So zumindest stand es auf der Agenda des Gemeinderats. Vorgesehen war eine Informationsveranstaltung, an der das Siegerprojekt mit den weiteren fünf Finalisten vorgestellt worden wäre. Doch wie bereits bekannt, haben die Stimmbürger dem ganzen Vorhaben an der letzten Gemeindeversammlung vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Projektierungskredite zurückgewiesen.

Zur Erinnerung: Zur Debatte standen die Projektierungskredite für den Schulhausneubau mit 18 Schulabteilungen, für die Erneuerung und Anpassung der bestehenden Schulanlage Kleine Kreuzzelg sowie für den Ersatz der Ölheizung. Die 18,4 Millionen Franken, die alleine der Schulhausneubau gemäss Schätzungen kosten würde, waren den Stimmberechtigten zu viel. Auch war für einige Stimmberechtigte die Entwicklung der Schülerzahlen und damit der Raumbedarf zu wenig nachvollziehbar.

Der Gemeinderat hat Ende November zusammen mit den beiden neuen Ratsmitgliedern die Bedenken der Stimmberechtigten und die Rückweisung der Projektierungskredite beraten. Er wird die Schülerzahlen und daraus abgeleitet das Raumprogramm sowie die Anlagekosten nochmals vertieft überprüfen. «Es ist dem Gemeinderat ein grosses Anliegen, dass die zu erstellenden Schulbauten den nächsten Generationen dienen und nachhaltig sind», heisst es in einer Medienmitteilung. Bauverwalter Emanuele Soldati sagt auf Anfrage: «Wir werden das Raumprogramm nochmals genau anschauen, und wenn wir Möglichkeiten sehen, die Räumlichkeiten zu reduzieren, machen wir das selbstverständlich.» Derzeit sei es aber noch zu früh, um verbindliche Aussagen zu machen.

Der Gemeinderat wird zu Beginn des neuen Jahres den genauen Termin für die neuangesetzte Informationsveranstaltung festlegen. An dieser werden nicht nur die Ergebnisse des Studienauftrags, sprich die sechs Projekte präsentiert, sondern der Gemeinderat will auch über die bis dahin vorliegenden Ergebnisse aus der Überprüfung der Rahmendbedingungen informieren, heisst es in der Medienmitteilung.