Wettingen
Gemeinderat Wettingen präsentiert das Sparbudget 2014

Das Budget 2014 der Einwohnergemeinde Wettingen basiert bei einem unveränderten Steuerfuss von 92 Prozent und weist einen Umsatz von 109,26 Millionen Franken auf.

Dieter Minder
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Das Budget 2014 der Einwohnergemeinde Wettingen basiert bei einem unveränderten Steuerfuss von 92 Prozent und weist einen Umsatz von 109,26 Millionen Franken auf.

Das Budget 2014 der Einwohnergemeinde Wettingen basiert bei einem unveränderten Steuerfuss von 92 Prozent und weist einen Umsatz von 109,26 Millionen Franken auf.

Pascal Meier

Das Budget 2014 der Einwohnergemeinde Wettingen basiert bei einem unveränderten Steuerfuss von 92 Prozent und weist einen Umsatz von 109,26 Millionen Franken auf.

Dieser liegt rund 1,26 Prozent oder 1,357 Millionen Franken über der Rechnung 2012, aber 3,37 Prozent oder 3,8 Millionen Franken unter dem Budget 2013.

«Wie in den anderen Aargauer Gemeinden ist dieses Budget nach den neuen Richtlinien HRM2 aufgestellt», sagt Finanzverwalter Martin Frey. Weil damit Vergleiche mit dem Budget 2013 nicht möglich sind, wurde die Rechnung 2012 als Basis zugezogen.

Das neue Rechnungsmodell macht sich auch beim Vermögen bemerkbar. Dank der anderen Bewertung resultiert eine Aufwertungsreserve von 120 Millionen Franken.

«Dies erlaubt uns, den Fehlbetrag von 2012 abzuschreiben», sagt Frey.

Sparmassnahmen

Damit im Jahr 2013 eine ausgeglichene Rechnung erreicht werden kann, hat der Gemeinderat eine Reihe von Sparmassnahmen eingeleitet. «Wir können so rund 1,2 Millionen Franken einsparen», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. Auch dies ist eine Reaktion auf das schlechte Rechnungsergebnis von 2012, damals resultierte ein Defizit von 5,6 Millionen Franken. «Der Nettoaufwand der Gemeinde konnte so im laufenden Jahr deutlich gesenkt werden.» Der Einwohnerrat hatte den Gemeinderat und die Verwaltung bereits im Juni 2013 bei der Beratung der Rechnung 2012 aufgefordert, den Gürtel enger zu schnallen und sparsam zu haushalten. Konsequenterweise gelten die Massnahmen auch 2014. (DM)

Damit es künftig nicht mehr zu Defiziten kommt, hat der Gemeinderat Sparmassnahmen beschlossen.

«Wir konnten so den Betriebsaufwand gegenüber der Rechnung 2012 um rund 7,4 Prozent senken», sagt Gemeindeammann Markus Dieth. Dazu gehört auch eine Nullrunde bei den Besoldungen.

Das Budget der Einkommenssteuern basiert auf dem Steuerfuss von 92 Prozent.

Bei der Berechnung hat der Gemeinderat berücksichtigt, dass 2013 rund 1,4 Prozent weniger Steuern eingehen. Damit dürften 2014 rund 52,5 Millionen Franken in die Gemeindekasse fliessen. An Aktiensteuern erwartet die Gemeinde rund 4 Millionen Franken.

Rund 32 Millionen will die Gemeinde 2014 investieren. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 11 Prozent und ist damit sehr gering. Deshalb wird sich die Gemeinde verschulden müssen, was höhere Zinsen zur Folge haben wird.

Trotz Sparmassnahmen plant der Gemeinderat Anpassungen bei den Dienstleistungen. So soll das Bestattungsamt zu einer Vollstelle ausgebaut werden.

Weitere neue Stellen ergeben sich aus der neuen Organisation der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal.

Die Polizisten für alle Vertragsgemeinden sind Angestellte der Gemeinde Wettingen. Ein weiterer Ausbau ist bei den Einwohnerdiensten vorgesehen. Hier gilt es, das neue Gemeindebüro zu besetzen.