Freienwil
Gemeindeversammlung bewilligt "Spezialzone Asyl"

Freienwil geht ungewöhnliche Wege, um der Aufnahmepflicht für Asylbewerber nachkommen zu können. Das Gebiet Maas, eigentlich für Gewerbe vorgehen, wird teilweise in eine Wohnzone umgewandelt.

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Geplantes Asylzentrum in Freienwil

Geplantes Asylzentrum in Freienwil

Die Spezial-Wohnzone für Asylbewerber im Freienwiler Gebiet Maas wird Tatsache: Die Gemeindeversammlung hat dem Vorschlag des Gemeinderates zur Teiländerung der Nutzungsplanung am Mittwochabend zugestimmt. Freienwil muss ab Juli voraussichtlich sechs Asylbewerber beherbergen, hat aber keinen geeigneten Wohnraum für sie gefunden. Darum machte der Gemeinderat den ungewöhnlichen Vorschlag, Teile der Gewerbezone Maas in eine Wohnzone umzuwandeln, wo die Asylbewerber in einem Wohncontainer untergebracht werden sollen. Die Gemeindeversammlung hatte bereits im vergangenen November einem Kredit von 350 000 Franken zugestimmt, allerdings unter dem Vorbehalt, der Gemeinderat müsse aktiv nach einer kostengünstigeren Alternative suchen. «Eine bessere Möglichkeit haben wir bisher nicht gefunden», erklärt Gemeindeammann Robert Alan Müller.

Bisher hatten Ennetbaden und eine Gemeinde im Studenland die Asylbewerber, die Freienwil zugeteilt waren, gegen eine Entschädigung beherbergt. Doch neu müssen Gemeinden, die Asylbewerber nicht selber beherbergen, dem Kanton einen höheren finanziellen Beitrag bezahlen. Es würde sich für Freienwil aus finanzieller Sicht nicht mehr lohnen, die Asylbewerber in anderen Gemeinden unterbringen zu lassen., sagt Gemeindeammann Robert Müller. In einem nächsten Schritt wird nun das Baubewilligungsverfahren für den Bau des Wohncontainers durchgeführt. (PKR)

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