Baden
General Electric baut in der Schweiz weniger Stellen ab als geplant

Der US-Konzern General Electric (GE) baut in der Schweiz weniger Stellen ab als ursprünglich geplant. GE Power will nach Abschluss des Konsultationsverfahrens nun höchstens noch 200 Arbeitsplätze abbauen, wie es mitteilt. Im vergangenen Juni hatte das Unternehmen den Abbau von rund 450 Jobs in Baden und Birr angekündigt.

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Der Hauptsitz von Alstom Schweiz ist in Baden, hier arbeiteten 2015 noch rund 4200 Menschen.
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Alstom- und General-Electric-Fabriken im französischen Belfort: 2015 musste GE die französischen und europäischen Behörden in einer Anhörung davon überzeugen, dass die Übernahme zu genehmigen ist (Archivbild)
Ein Schweizer Alstom-Angestellter bei der Arbeit: Mit der Übernahme durch General Electric fürchteten sich viele Mitarbeiter um ihre Stelle. Zurecht, wie sie feststellen sollten. nd 1300 Jobs streichen.
General Electric (GE) baut 2016 1300 ehemalige Alstom-Stellen ab. Das ist rund jeder vierte Mitarbeiter jener Alstom-Stellen, die GE im November 2015 übernommen hat.
Zwei Monate nach der Übernahme von General Electric prangt noch immer das «Alstom»-Logo auf dem Gebäude.
General Electric / Alstom Chronologie
Ist er der Hoffnungsschimmer für die vom Alstom-Stellenabbau betroffenen Angestellten? Bundespräsident Johann Schneider-Ammann redete heute dem General-Electric-Chef ins Gewissen. (Archiv)
Rund 500 Personen bei einem Protest in Baden AG gegen den geplanten Stellenabbau bei General Electric.
Alstom-Fabrik in Birr im Kanton Aargau
Leuchtet weit über die Stadtgrenze hinaus: die Leuchtreklame von General Electric.
Leiser Abgang: Der ehemalige CVP-Bundesrat Joseph Deiss trat heimlich von seinem Amt bei der Schweizer Tochtergesellschaft von General Electric ab. (Archivbild)
Produktionsstätte von Alstom (seit November 2015 General Electric) im aargauischen Birr: Der Job-Abbau trifft hierzulande jeden vierten Mitarbeiter. Foto: Keystone/Gaetan Bally Produktionsstätte von Alstom (seit November General Electric) im aargauischen Birr: Der Job-Abbau trifft hierzulande jeden vierten Mitarbeiter. Foto: Keystone/Gaetan Bally
John Flannery (l.) übernimmt von Jeffrey Immelt (r.) den Chefposten bei General Electric. (Archiv)
General Electric
General Electric Baden
Rund 1400 Stellen fallen 2017 weg bei General Electric in der Schweiz. (Archivbild)
Standort Birr von General Electric GE Standort Birr von General Electric GE
GE Kahlschlag GE Kahlschlag Konnex-Gebäude in Baden. 1400 seiner 4200 Schweizer Stellen will General Electric GE im Aargau abbauen, Baden, 7. Dezember 2017

Der Hauptsitz von Alstom Schweiz ist in Baden, hier arbeiteten 2015 noch rund 4200 Menschen.

Das Ergebnis des Konsultationsverfahrens sehe einen möglichen Abbau von höchstens 200 Stellen in der Schweiz vor, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das seien 55 Prozent weniger als die anfänglich kommunizierten 450 Stellen. Die Gründe dafür seien die natürliche Fluktuation, Vereinbarungen mit Dritten, Frühpensionierungen sowie ein geringerer Abbau von Stellen. Doch eigentlich müsste das Unternehmen die natürliche Fluktuation, Frühpensionierungen etc. auch in die Zahl der abgebauten Stellen einbeziehen. Insofern bleibt ein grosses Fragezeichen zu den 200 Stellen.

Bereits 2016 strich der Schweizer Ableger des US-Unternehmens nach dem Kauf der Energiesparte des französischen Industriekonzerns Alstom rund 900 Stellen. Im Dezember 2017 folgte der nächste Kahlschlag. Damals wollte GE von den noch 4'500 verbleibenden Jobs in der Schweiz nochmals 1'400 streichen. Nach einem Konsultationsverfahrens einigte sich man mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Abbau von höchstens 1'200 Stellen.

Aus dem Archiv: General-Electric-Kahlschlag in Baden (7.12.2017)

GE-Kahlschlag Das Konnex-Gebäude in Baden. 1400 seiner 4500 Schweizer Stellen will General Electric (GE) im Aargau abbauen.
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GE Kahlschlag Betroffene Mitarbeiter verlassen nach der Bekanntmachung das Gebäude.
GE Kahlschlag Betroffene Mitarbeiter verlassen nach der Bekanntmachung das Gebäude.
GE Kahlschlag Betroffene Mitarbeiter verlassen nach der Bekanntmachung das Gebäude.
General Electric Kahlschlag in Baden am 7. Dezember

GE-Kahlschlag Das Konnex-Gebäude in Baden. 1400 seiner 4500 Schweizer Stellen will General Electric (GE) im Aargau abbauen.

Alex Spichale

Man sei sich der schwierigen Lage für die betroffenen Mitarbeiter bewusst und halte deshalb an einem "umfassenden und gut ausgebauten" Sozialplan fest, schrieb GE in der Mitteilung von Montag. Es sei das oberste Ziel, für alle betroffenen Mitarbeiter eine neue Stelle zu finden. Dabei spiele der firmeninterne Beratungsservice eine wichtige Rolle. Bei der letzten Restrukturierung hätten mit dessen Hilfe 90 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer bereits vor dem Austritt bei GE eine neue Stelle gefunden. (sda/az)

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