Seit dieser Woche läuft Alstom Power unter der Flagge von General Electric. Damit ist aus GE Power Generation-Services und Alstom Thermal Services einer von sechs Unternehmensbereichen geworden, der unter dem Namen GE Power Services in Baden angesiedelt ist und von Paul McElhinney geführt wird. Der zweite Badener Bereich ist die GE Steam Power Systems, die vom ehemaligen Alstom-Mann Andreas Lusch geführt wird.

Aus GE-Sicht gilt McElhinney als der grosse Mann in Baden. Er ist vor über 25 Jahren in Irland bei GE eingestiegen. Bei GE führte eine steile Karriere nach oben. Er ist heute Präsident und CEO von GE Power Services und Mitglied des Verwaltungsrats der GE.

Paul McElhinney wird in die Schweiz ziehen und hier mit seiner Frau sowie den beiden Kindern Wohnsitz nehmen. Er wird das Unternehmen von Baden aus führen.

Interview mit Urs Hofmann zum Alstom-Verkauf

Interview mit Regierungsrat Urs Hofmann zum Alstom-Verkauf (8.9.2015)

Baden als Hauptsitz von Europa

McElhinney freut sich, dass GE als globales Unternehmen seine Präsenz in Europa mit dem Hauptsitz des Geschäftsbereichs Power Services in Baden verstärken kann. Er ordnet die Bedeutung aus Sicht von General Electric wie folgt ein: «Wir beginnen eine historische Reise, eine einmalige Gelegenheit, den global führenden Anbieter von Service-Dienstleistungen für den Energiebereich zu schaffen.»

Man bringe hier zwei der besten Serviceanbieter in der Energiebranche zusammen, deren Fähigkeiten in der Dampf- und Gasturbinentechnologie sich bestens ergänzen würden. Daraus entstünde ein zukunftsträchtiges Unternehmen, fährt McElhinney fort. «Dieser Zusammenschluss geschieht zu einem Zeitpunkt, in dem ein Anstieg der Energienachfrage um 50 Prozent in den nächsten 20 Jahren erwartet wird. In den nächsten 25 Jahren werden 7200 zusätzliche Gigawatt benötigt», erklärt er weiter.

Mit den Fähigkeiten von Alstom Power, eigene Dampfturbinen und Generatoren sowie auch Fremdanlagen zu warten, werde GE Power Services Betreibern von Kraftwerken «ganzheitliche, massgeschneiderte Lösungen aus einer Hand» anbieten. Einerseits für die Entwicklung von neuen Anlagen, andererseits für einen verbesserten Service über den ganzen Lebenszyklus von schon bestehenden Anlagen. «Wir werden einer der wenigen Anbieter sein, der den Kunden in allen Kraftwerksbereichen versorgen kann – von der Gas- und Dampfturbinentechnologie bis zu einem breiten Portfolio digitaler Steuerungs- und Softwarelösungen», erklärt Paul McElhinney.