Wettingen
Genossenschaft plant in Wettingen 27 Wohnungen für Familien

Die Wohnbaugenossenschaft «Lägern Wohnen» will an der Wettinger Neufeldstrasse ein Mehrfamilienhaus bauen. Vorgesehen sind Wohnungen mit 3,5 bis 5,5 Zimmern. Das Gebäude soll im Herbst 2016 bezugsbereit sein.

Dieter Minder
Merken
Drucken
Teilen
Visualisierung des geplanten Mehrfamilienhauses der Wohnbaugenossenschaft Lägern Wohnen an der Neufeldstrasse in Wettingen.

Visualisierung des geplanten Mehrfamilienhauses der Wohnbaugenossenschaft Lägern Wohnen an der Neufeldstrasse in Wettingen.

zvg

«Dieses Projekt ist primär auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet», sagt Patrick Bürgi, Präsident der Wohnbaugenossenschaft Lägern Wohnen. Die Genossenschaft plant an der Neufeldstrasse in Wettingen ein Mehrfamilienhaus mit 27 Wohnungen. Und dort sollen, das ist auch die Absicht der römisch-katholischen Kirchgemeinde Wettingen, eben primär Familien wohnen.

Von der Kirchgemeinde hat die Wohnbaugenossenschaft das rund 4000 Quadratmeter grosse Grundstück im Baurecht übernommen. Sie muss einen Baurechtszins bezahlen, der auf einem Landwert von 800 Franken pro Quadratmeter basiert. «Bauland auf dem freien Markt ist in Wettingen für unsere Projekte zu teuer», sagt Bürgi. «Lägern Wohnen» halte am Ziel fest, Wohnraum unter den geltenden Marktpreisen anzubieten.

3,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen

Das Projekt liegt in der Wohnzone für dreigeschossige Bauten. Da es als Arealüberbauung geplant wurde, erlaubt die Bauordnung ein zusätzliches Geschoss. Mit dem Instrument der Arealüberbauung wird eine bessere Ausnützung des Baulandes erreicht, was auch im Sinne eines schonenden Umgangs mit den Landreserven ist. Zusätzlich gestattet es die Bauordnung, dass ein Attikageschoss erstellt wird.

Vorgesehen sind Wohnungen mit 3,5 bis 5,5 Zimmern. «Die Mietzinse werden netto zwischen 1850 und 2200 Franken liegen», sagt Christoph Bernet, Geschäftsleiter der Baugenossenschaft. Die drei Attikawohnungen dürften 2600 Franken pro Monat kosten. «Einige Räume haben doppelte Raumhöhe», weist Bernet auf eine Besonderheit hin. Von aussen wird dies an den höheren Fenstern sichtbar sein. Dies wiederum lockere die Fassade auf. «Die Raumhöhe wird sich aber auch auf den Preis auswirken», ergänzt Bernet. Um den künftigen Bewohnern noch mehr zu bieten, wurde das Gebäude auf dem Areal zur Neufeldstrasse hin geschoben. Damit entsteht auf der Südseite eine grosse Grünfläche.

«Wir hoffen, im Frühjahr 2015 mit den Bauarbeiten beginnen zu können», sagt Bernet. Momentan läuft das Baubewilligungsverfahren. Im Herbst 2016 sollten die ersten Mieter einziehen können.

Einst war dritte Pfarrei geplant

Auf ihrem Grundstück in der unteren Geisswies hatte die Kirchgemeinde, neben St. Sebastian und St. Anton, einst eine dritte Pfarrei geplant. Bisher ist Wettingen aber nicht weiter nach Osten gewachsen und die katholische Bevölkerung hat sich auch nicht so entwickelt wie angenommen. Damit gab es keinen Bedarf nach einer Pfarrei, weshalb die Kirchgemeindeversammlung im November 2011 den Weg für ein Wohnhaus freimachte.

Die Generalversammlung der Genossenschaft genehmigte den Vertrag im April 2012. Darauf führte sie ein Studienauftragsverfahren durch. Daraus ging das Projekt der Stoss Architekten aus Brugg als Sieger hervor. Die Generalversammlung im Frühjahr 2013 genehmigte 16,5 Millionen Franken, um das Gebäude realisieren zu können.