Baden

Geri Müller hat die Badener Regierungsgeschäfte übernommen

Der Amtsantritt des neuen Badener Stadtammanns ist erfolgt. Die erste Stadtratssitzung unter dem Vorsitz von Geri Müller gehört bereits der Vergangenheit an. Die ersten Regierungstage stehen unter dem Zeichen des Kennenlernens und der Übergabe.

Um 7.30 Uhr hat Geri Müller im Kafi Corner an der Badstrasse eine Tasse Kaffee und ein Notizblock vor sich. Ein letztes Mal geht er in Gedanken die bevorstehende Stadtratssitzung durch und den anstehenden Tag.

«Es steht ein strenger Tag auf dem Programm», sagt der Stadtammann, denn nebst dem Amtsantritt und ersten Ammann-Verpflichtungen sei noch eine Übergabesitzung mit der Schulpflege, der Schulleitung und der neuen Ressortvorsteherin Ruth Müri anberaumt.

«Guete Morge Herr Stadtamme»

Auf dem Weg ins Stadthaus gibt es ein paar herzliche Grüezi’s, und sogar ein «Guete Morge Herr Stadtamme». Er habe bereits vor Amtsantritt zahlreiche herzliche Begegnungen gehabt, bei denen er als «Herr Stadtamme» angesprochen worden sei, erklärt Müller.

Geri Müller an seinem ersten Arbeitstag als Badener Stadtammann

Geri Müller an seinem ersten Arbeitstag als Badener Stadtammann

Ein Blick auf die Baustelle der Weite Gasse lässt Müller nicht unkommentiert: «Ich möchte heute noch möglichst vielen Geschäftsinhabern einen Besuch abstatten und sie fragen, wie sie mit der Bauerei zurechtkommen», sagt Müller, und stellt damit ein erstes Mal unter Beweis, dass er ein Stadtammann für alle sein wolle.

Erste Sitzung um 8 Uhr

Die erste Stadtratssitzung unter Geri Müller begann um 8 Uhr. «Dank den Festtagen hatte ich vier Tage Vorbereitungszeit, in denen ich mich ganz allgemein noch intensiv auf mein neues Amt vorbereiten konnte», sagt Müller.

Die Sitzung stand nebst unter dem Zeichen von neuen Umständen: Erstmals ein grüner beziehungsweise ein Stadtammann des team baden, erstmals eine rot-grüne Mehrheit am Stadtratstisch und erstmals drei Frauen in der Exekutive.

Alle diese Erneuerungen hätten jedoch nichts für einen speziellen Verlauf der Sitzung beigetragen, erklärt Geri Müller knapp und mit dem Hinweis, dass er wegen des Amtsgeheimnisses nicht nähere Auskünfte geben könne.

Die Sitzung dauerte etwas länger als geplant; dies womöglich auch darum, weil noch zwei mediale Fototermine angesagt waren. So öffnete sich die Tür des Stadtratssaals erst knapp vor 11.30 Uhr. «Einzelne Geschäfte hätten zusätzliche Erklärungen benötigt», sagt Müller.

Und dann mochte wohl der störende Baulärm der laufenden Sanierung zumindest die akustische Verständlichkeit bei der Sitzung beeinträchtigt haben.

«Es war manchmal wirklich fast wie beim Zahnarzt», kommentiert Müller das Bohren und Hämmern, was derzeit die Arbeits- und Sitzungsbedingungen im Stadthaus erschwert.

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