Baden

Geri Müller schöpft Suppe: geselliger Suppentag gewürzt mit Prise Politik

Badens Stadtammann Geri Müller serviert Suppe – mit Schürze statt Anzug.

Badens Stadtammann Geri Müller serviert Suppe – mit Schürze statt Anzug.

Zum siebten Mal lud das Regionale Pflegezentrum Baden zum Suppentag – serviert von Politikerinnen und Politikern aus der Region. Die Gespräche drehten sich aber nur selten um Politik.

Über den Dächern Badens ruhten vergangenen Samstag imposante Wolken, nur vereinzelte Sonnenstrahlen verirrten sich auf die Erde. Doch die triste Witterung kontrastierte mit der gemütlichen Atmosphäre auf dem Gelände des Regionalen Pflegezenrums Baden (RPB) – es ist Suppentag. Seit 2009 lädt das RPB einmal im Jahr zum geselligen Suppen-Verzehr. Jahr für Jahr steigen die Bekanntheit und die Begeisterung: Wieder wurden bis zu 1000 Portion verspeist. «Dieser Tag fördert den Kontakt untereinander», erzählt Andrea Vogel-Wendel, Marketingverantwortliche des RPB. Mit «untereinander» meint Vogel-Wendel das Aufeinandertreffen der Bevölkerung und den Bewohnern des Pflegheims. «Einige wollen nicht daran erinnert werden, dass alles endlich ist», gibt Vogel-Wendel zu bedenken. Man beschäftigt sich während des Aufenthalts tatsächlich mit der Vergänglichkeit, doch Tristesse ist hier fehl am Platz. Lieber erfreuen sich die Teilnehmer am regen Austausch oder an den nostalgischen Gamellen, in denen die hausgemachte Suppe zubereitet wird. Geschöpft und serviert wird notabene von renommierten Politikern aus der Region. Neben SP-Ständerätin Pascale Bruderer war auch Badens Stadtammann Geri Müller an einem Suppentopf anzutreffen. Für ihn sei seine ehrenamtliche Tätigkeit eine «Anerkennung an die Bevölkerung». Man will den Leuten etwas zurückgeben. Böse Zungen sehen hinter den Auftritten aber eher Wahlkampfstrategie. «Die Gespräche drehen sich praktisch nicht um Politik», so Müller.

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