«Marronimaa»

Geri Müller verabschiedet ein Badener Stadt-Original

Der Badener Stadtammann Geri Müller (im Bild rechts), Attila Herendi und andere treue Kunden übergaben am Samstag «Marronimaa» Lorenzo Campana das Gemälde mit Worten der Dankbarkeit.

Der Badener Stadtammann Geri Müller (im Bild rechts), Attila Herendi und andere treue Kunden übergaben am Samstag «Marronimaa» Lorenzo Campana das Gemälde mit Worten der Dankbarkeit.

Es ist das letzte Jahr, in dem Lorenzo Campana seinen Marronistand an der Badener Badstrasse betreibt. Nun ist er von der Stadt verabschiedet worden – und hat von Stadtammann Geri Müller ein Gemälde erhalten.

Ein halbes Jahrhundert hat der 84-jährige Lorenzo Campana – der «Marronimaa» in der Badstrasse – jeweils von Oktober bis Februar das Strassenbild geprägt. Dabei strahlte Lorenzo – wie ihn alle liebevoll nennen – an seinem Stand eine Ruhe à la Ticinese aus.

Nun hört er auf, was die Stadt Baden zu einer Verabschiedung veranlasst hat. Der Badener Künstler, Attila Herendi, der schon andere Stadtoriginale porträtiert hatte, malte den «Marronimaa» so, wie ihn die Menschen gekannt haben: Einfach gekleidet mit einem blauen Handwerkermantel und einem Stirnband, das gegen die Kälte schützt.

Der Badener Stadtammann Geri Müller, Attila Herendi und andere treue Kunden übergaben am Samstag Lorenzo das Gemälde mit Worten der Dankbarkeit.

Für Müller geht damit auch eine Ära zu Ende: «Schon als Kind habe ich hier Marroni gekauft.» Für Lorenzo selber ist es ein ambivalenter Abschied. Auf die Frage, ob er wehmütig sei, weicht er aus, nimmt ein paar Marroni, verteilt sie in der heissen Schale und bedient seine Kunden, die nicht alle wissen, dass hier vielleicht bald keine Marroni mehr angeboten werden. Ob ein Nachfolger den Stand übernehmen wird, ist laut Müller ungewiss. 

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