Baden
Geri Müller lud Angestellte der Stadt Baden zur Aussprache ein

Am Dienstagnachmittag stellte sich der Badener Stadtammann dem Verwaltungspersonal. Ohne die Sekretärinnen, über die im Sex-Chat anzügliche Bemerkungen gefallen waren.

Thomas Röthlin
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Die Stadtverwaltung von Baden: Mit den Angestellten traf sich Geri Müller zu einer Aussprache.

Die Stadtverwaltung von Baden: Mit den Angestellten traf sich Geri Müller zu einer Aussprache.

Alex Spichale

Geri Müller kämpft sich in sein berufliches Umfeld zurück. Am Montagmorgen leitete der Badener Stadtammann die erste Stadtratssitzung nach der Nackt-Selfie-Affäre, am Dienstag reiste der Grünen-Nationalrat nach Bundesbern, um an der Herbstsession teilzunehmen. Nachmittags fuhr Müller allerdings bereits wieder nach Baden zurück – zu einer Aussprache mit den städtischen Angestellten, wie die Aargauer Zeitung weiss.

Das Badener Stadthaus.

Das Badener Stadthaus.

Keystone

Offiziell will sich die Stadtverwaltung dazu allerdings nicht äussern. «Die interne Kommunikation ist gewährleistet», lässt Kommunikationschefin Jacqueline Keller Borner lediglich ausrichten.

Auch mit Sekretärinnen gesprochen

Beim Aufeinandertreffen des angeschlagenen Stadtammanns mit seinem Personal konnte dieses auch Fragen stellen. Eine dieser Fragen war, wie Müllers engste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihm stünden - also auch die Sekretärinnen, über die er in seinem Sex-Chat anzügliche Bemerkungen gemacht hatte. Mit ihnen hatte er sich bereits am Montag ausgesprochen, sie waren im Plenum nicht anwesend.

Die Aussprache dürfte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geholfen haben, ihre persönliche Antwort auf Geri Müllers Vertrauensfrage zu finden.