Geri Müller
Geri Müller sorgt jetzt auch im Ausland für Schlagzeilen

In Dokumenten soll es heissen, dass der Badener Stadtammann-Kandidat Geri Müller von ausländischen Geheimdiensten beobachtet werde. Müller spricht von einer diffamierenden Kampagne, die auch der Stadt schaden könnte.

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Geri Müller, Kandidat für das Amt des Badener Stadtammanns

Geri Müller, Kandidat für das Amt des Badener Stadtammanns

Emanuel Freudiger

Die Stadtammannwahl in Baden sorgt im Ausland für Schlagzeilen. Diese Woche erschien sogar in der Zeitung «Jerusalem Post» ein Artikel über Kandidat Geri Müller, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Darin sage Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerisch Israelitischen Gemeindebundes: «Wir kritisieren Müllers Nähe zu Antisemiten und zur Hamas, welche Israel das Existenzrecht abspricht.» Über Müllers Beziehungen zur Hamas hatte am 14.2. schon die Aargauer Zeitung berichtet.

Gemäss «NZZ am Sonntag» kursieren zudem Dokumente, in denen es heisse, Müller stehe unter der Beobachtung ausländischer Geheimdienste. Der Grund: Er treffe sich regelmässig mit einem italienischen Staatsbürger, der eine Firma in Hergiswil habe, in Gaza geboren sei und eine wichtige Rolle als Financier der Hamas spiele. Die Dokumente sähen aus wie Geheimdienstakten, die Authentizität lasse sich aber nicht überprüfen, heisst es im Zeitungsartikel.

«Falsche Vorwürfe»

Gegenüber der az spricht Müller von «zusammengebastelten, total haltlosen, falschen Vorwürfen». Zum Kontakt zu einem angeblichen Terrorfinanzierer sagt Müller: «Ich kenne diesen Menschen nicht.»

Es laufe eine diffamierende Kampagne gegen ihn. Vorwürfe, die nicht belegt seien, würden nicht wahrer, wenn man sie von jemand anderem abschreibe.

Als problematisch erachte er, dass diese Kampagne Baden weltweit in negative Schlagzeilen bringe. «Man muss sich die Frage stellen, ob es der Stadt Baden nicht schadet, wenn sie wegen einer solch unglaubwürdigen Kampagne weltweit in den Medien steht.» (pkr)

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