Wahlen in Baden
Geri Müller will bis 2026 Stadtammann bleiben

Das «Team Baden» hat seinen Stadtammann einstimmig für die Wahlen im kommenden Herbst nominiert. Er habe noch genügend Kraft, Lust und Motivation, sagt Geri Müller.

Pirmin Kramer
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Geri Müller gibt bekannt, dass er im Herbst 2017 wieder als Stadtammann kandidieren werde.

Geri Müller gibt bekannt, dass er im Herbst 2017 wieder als Stadtammann kandidieren werde.

Alex Spichale

Jetzt ist es offiziell: Geri Müller (56) will Badener Stadtammann bleiben. Die Parteibasis des Teams hat ihn an der Generalversammlung einstimmig für die Wahlen im Herbst nominiert. Dann wird die Stadtregierung der kommenden vier Jahre gewählt. Auch die amtierende Team-Stadträtin Ruth Müri will ihren Sitz am 24. September verteidigen.

«Schon beim Amtsantritt habe ich angekündigt, dass ich wieder als Stadtammann kandidieren werde», sagt Geri Müller. Er habe noch genügend Kraft, Lust und Motivation, um dieses Amt weiter auszuführen.

Der Stadtrat habe mit dem Planungsleitbild gemeinsam ein grosses Programm präsentiert, die Veränderungen gemäss den Zielen seien in vollem Gange, aber noch längst nicht abgeschlossen. «Der Planungshorizont reicht bis ins Jahr 2026, und es liegt auf der Hand, dass ich die Umstrukturierungen bis dann als Stadtammann mitbegleiten möchte.»

"Chancen bei 50 zu 50"

Neben Müller steht bereits Erich Obrist (parteilos) als offizieller Stadtammann-Kandidat fest; ein dritter Konkurrent wird diesen Donnerstag von der CVP nominiert. Angesprochen auf seine Wahlchancen sagt Geri Müller: «Sie liegen wie immer bei 50 zu 50. Denn es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder werde ich wiedergewählt, oder nicht.» Sollte er nicht als Stadtammann, aber als Stadtrat wiedergewählt werden, würde er diesen Auftrag der Wähler «selbstverständlich annehmen».
Man setze mit der Nomination der beiden bisherigen Stadträte Geri Müller und Ruth Müri auf Kontinuität, schreibt das Team in der Medienmitteilung. Partei-Präsidentin Iva Marelli erklärt: «Die Team-Mitglieder sind der Meinung, dass Know how und Dossierkenntnisse sehr wichtig für die Stadtregierung sind. Geri Müller und Ruth Müri sind einstimmig und diskussionslos nominiert worden.» Mit «Kontinuität» setzt das Team einen Kontrapunkt zur Wortwahl der bürgerlichen Parteien, die wiederholt erklärt haben, einen «Neuanfang» anzustreben.

"Das Thema ist ausdiskutiert"

Mit keinem Wort wird in der Mitteilung die Regierungskrise nach der Affäre um den Stadtammann erwähnt. Iva Marelli: «Das Thema ist ausdiskutiert. Abgerechnet wird im Herbst, dann ist Zahltag.» Fest steht: Die linke Allianz von SP, Team und Grünen, die 2013 optimal funktionierte und Geri Müller zur Wahl verhalf, ist aktuell auf dem Prüfstand. Die SP hat noch keine Wahlempfehlung abgegeben.

Innerhalb der Partei gibt es Sympathien für Geri Müller, aber auch für den Parteilosen Erich Obrist. Mit welchen Argumenten will das Team die SP davon überzeugen, ihren Stadtammann-Kandidaten zu unterstützen? Marelli: «Wir sind in ständigem Kontakt mit der SP. Grundsätzlich gilt aber für uns, nicht nur einzelnen Parteien, sondern auch allen Badenerinnen und Badenern aufzuzeigen, dass Geri Müller und Ruth Müri in den vergangenen Jahren viel Gutes für die Stadt geleistet haben.»

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