Baden
Geri Müllers Parteikollege Jonas Fricker fände Lohndeckel für Stadtammann «gut»

In Baden wollen Bürgerliche den Lohn des Stadtammanns deutlich senken. Unterstützung erhalten sie ausgerechnet vom Badener Nationalrat Jonas Fricker, einem Parteikollegen von Stadtammann Geri Müller.

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Dass der Stadtammann - zurzeit Geri Müller - weniger verdient, fände auch sein Parteikollege Jonas Fricker in Ordnung.

Dass der Stadtammann - zurzeit Geri Müller - weniger verdient, fände auch sein Parteikollege Jonas Fricker in Ordnung.

Alex Spichale

In Baden forderten bürgerliche Politiker vergangene Woche, dass der Jahreslohn des Stadtammanns ab der nächsten Legislatur auf maximal 220'000 Franken beschränkt wird.

Geri Müller erhält seit seinem 55. Geburtstag im Oktober 2015 einen Jahreslohn von 270'116 Franken. So sieht es die nach Alter steigende Lohnskala des entsprechenden städtischen Reglements vor.

In der angespannten Finanzlage müsse, so die bürgerlichen Politiker, auch die Vergütung des Ammanns angepasst werden, da sie im Vergleich mit ähnlich grossen Städten an der Spitze stehe, erklärten die Motionäre.

Sie erhielten am Wochenende Unterstützung – auch vonseiten der Grünen. Jonas Fricker, Nationalrat und Badener Ortsbürger, schrieb zum az-Artikel auf Twitter: «Finde ich gut.»

Auf Nachfrage erklärt Fricker: «Das hat nichts mit Geri Müller zu tun. Das Salär des Badener Stadtammanns erschien mir schon immer hoch.»

Warum das Oberhaupt von Baden etwa mehr verdiene als jenes von Luzern, sei nicht plausibel. «Eine Korrektur gegen unten fände ich deshalb überlegenswert.» (rio)