Baden

Gesamtverkehr im Bäderquartier ist im Jahr 2025 zu bewältigen

Blick von Ennetbaden auf das Bäderquartier. (wal)

Blick von Ennetbaden auf das Bäderquartier. (wal)

Der Kanton hat den ersten «Koordinierten Kapazitätsnachweis» für die Verkehrssituation, wie sie bis 2025 zu erwarten ist, genehmigt. Dieser zeigt: Der Gesamtverkehr Baden Nord/Bäderquartier im Jahr 2025 ist zu bewältigen.

Das Fazit ist laut Stadtammann Stephan Attiger erfreulich: Der zusätzliche Verkehr, der mit der baulichen Entwicklung im Gebiet Baden Nord und im Bäderquartier einher geht, lässt sich grundsätzlich gut bewältigen.

Bäder-Parkhaus nur 450 Plätze

Im Fokus der jüngsten Diskussionen ist der Verkehr gestanden, der durch das Thermalbad verursacht wird. Attiger nimmt eine aus seiner Sicht wichtige Schlussfolgerung vorweg: «Das Bäderquartier ist nicht die grosse Herausforderung bei der Bewältigung des Verkehrs.»Dort werde es durchschnittlich pro Minute nur eine zusätzliche Autobewegung geben.

Es sind dennoch Massnahmen geplant, fügt Katrin Reimann, Projektleiterin der Stadt für die Entwicklung im Bäderquartier. Die Anzahl Parkplätze im Bäder-Parkhaus wurde im Einvernehmen mit der Verenahof AG von 490 auf 450 Plätze reduziert. Ein besseres Busangebot mit Rundkurs, gestalterische Massnahmen an der Parkstrasse - die, so Attiger, «umgestaltet, nicht erweitert wird» - sowie an den Knoten Hasel-/Bruggerstrasse und Bahnhof-/Haselstrasse und ein attraktiver Fussweg zu den Bädern.

«Die Verenahof AG ist auch verpflichtet, das Mobilitätsmanagement umzusetzen», fährt Reimann fort. Dabei sollen Angebote geschaffen werden wie Kombitickets Bus/Bahn/Thermalbad, Öko-Bonus für Badegäste, die mit dem öffentlichen Verkehr anreisen sowie vergünstige öV-Abos für Arbeitnehmende.

Knackpunkte an Bruggerstrasse

Stephan Attiger setzte grosse Hoffnungen auf das übergeordnete Verkehrsmanagement. «Es wird nur noch so viel Verkehr ins Zentrum fahren, wie es schlucken kann.» Park and Ride, optimiertes Parkleitsystem sind Massnahmen, die man zum Teil in der Hinterhand behalte. In der Innenstadt Nord liegen die neuralgischen Punkte laut Attiger an der Bruggerstrasse, wo in der Abendspitze viel Pendlerverkehr aus den Parkhäusern verkraftet werden muss.

Bei den Zahlen und den getroffenen Annahmen sei man beim Kapazitätsnachweis vom schlechtesten Fall ausgegangen, sagt Attiger. «Wir wollen uns nicht dem Vorwurf aussetzen, etwas beschönigen zu wollen.» So ist in diesen Planpapieren der Rückgang von rund 30 Prozent Casinogästen ebenso wenig berücksichtigt wie die Busachse Ost (Teilprojekt des Schulhausplatz-Projekts) einen Grossteil der Busbewegungen in der Haselstrasse eliminiert.

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