Schreiner, Coiffeure, Winzer und Goldschmiede. Sie alle zieht es vom 30. April bis 3. Mai ins neue Kongresszentrum im Trafo Baden. An der Comexpo präsentieren gegen 150 Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen.

Bereits zum dritten Mal organisieren die Handels- und Gewerbeverbände von Baden (City Com Baden) und Wettingen (HGV) die Gewerbeausstellung gemeinsam. Die Organisatoren hoffen auf viele Besucher, nicht zuletzt dank der Tatsache, dass der Eintritt gratis sein wird.

Herr Schmocker, sind es wirklich die Stände der Aussteller, die 30 000 Besucher an die Comexpo locken?

Markus Schmocker: Natürlich auch. Sie sind so vielseitig, dass für jeden etwas dabei ist. Es war uns aber immer wichtig, dass die Comexpo nicht unter dem Stichwort «Messe» stattfindet. Sie soll auch ein Volksfest sein, wo man sich auf einen Schwatz trifft.

Wie bereits beim letzten Mal bieten wir ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Abendveranstaltungen, Tombola, Sonntagsbrunch und wechselnden Ausstellungen im Aussenbereich.

Die Gastregion ist das Obergoms im Wallis. Wissen Sie, was die Walliser in Baden planen?

Die Region Obergoms ist vor allem unter Langläufern bekannt. An der Comexpo wird sie sich jedoch nicht nur als Langlaufregion präsentieren. Sie hat auch kulinarisch einiges zu bieten: Käse, Trockenfleisch und Wein. Die Besucher werden mit Sicherheit in den Genuss dieser regionalen Spezialitäten kommen.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Auf die Disco-Night am Donnerstagabend. Auf der Bühne stehen Liz Mitchell und Abba 99. Da hoffe ich natürlich auf die eine oder andere Zugabe.

Warum entscheiden sich auch im Internetzeitalter noch so viele Firmen für einen Stand an der Comexpo?

Die Firmen haben hier die Möglichkeit, mit Kunden Gespräche zu führen. Schreiner oder Kosmetikerinnen können ihr Handwerk gleich vorführen und so die Besucher einbinden.

Ausserdem bieten wir eine enorme Reichweite. An den vier Tagen erwarten wir 30 000 Besucher. In so kurzer Zeit mit so vielen potenziellen Kunden in Kontakt zu kommen, scheint für die Firmen nach wie vor attraktiv zu sein. Das sieht man auch an ihren Ständen.

Wie meinen Sie das?

Die einzelnen Aussteller investieren viel in ihren Auftritt – nicht nur Geld. Sie konzipieren zum Teil aufwendige, sehr originelle, Stände.

Wer bestimmt eigentlich, wo welcher Stand steht?

Dafür ist das OK verantwortlich. Zugegeben, das ist nicht ganz einfach. Einige Stände sind auf drei Seiten geöffnet, andere nur auf einer. Wir müssen sie auf der Ausstellungsfläche verteilen und dabei darauf achten, dass wir Aussteller aus ähnlichen Branchen nicht nebeneinander platzieren. Wir geben unser Bestes, aber es ist natürlich schwierig, alle zufriedenzustellen.

Dieses Jahr findet die Comexpo im Trafo statt. Was ist anders?

Das umgebaute Trafo ist ein idealer Ort für die Comexpo. Im Gegensatz zum Tägi in Wettingen ist der Zugang zu Strom und Wasser standardmässig vorhanden. Dafür macht uns die Verkehrssituation zu schaffen. In unmittelbarer Nähe zum Trafo gibt es nur wenige Parkplätze. Die Besucher kommen deshalb am besten per Bus und Zug oder mit dem Velo.

Das passt doch. Die Comexpo wurde als klimaneutraler Event zertifiziert.

Stimmt. Dank der Regionalwerke Baden AG, die uns sponsert, kann die Comexpo rund 131 Tonnen Treibhausgas neutralisieren. Dies wird möglich, indem die Regionalwerke Baden AG, C02-Zertifikate einer anderen Firma abkauft.