13 Jahre ist es her, als Rolf Erni als Co-Präsident des OKs der Gewerbeausstellung seine Eröffnungsrede der «Mega03» hielt. Er schloss sie mit der Bitte, man möge doch endlich vorwärtsmachen mit der Umfahrung Mellingen. Seither gab es weder eine Neuauflage der «Mega» noch wurde die Umfahrung gebaut.

Doch während der Baustart für die Umfahrung nach wie vor in den Sternen steht, könnte der Termin für die nächste Mellinger Gewerbeausstellung bald feststehen. Frühling oder Herbst 2017 soll es werden. Und die Zeit drängt: Damit tatsächlich eine «Mega» stattfindet, will der Gewerbeverein Region Mellingen noch bis Ende dieses Monats mindestens 30 Gewerbler beisammen haben, die mit einem Stand teilnehmen, sonst wird man verzichten. «Bisher haben wir 11 Voranmeldungen und zahlreiche Interessenten», sagt Vereinspräsident Urs Imboden.

Mitte April wird der Gewerbeverein definitiv entscheiden. Bis dann sollte auch das genaue Datum feststehen. An der Generalversammlung vergangene Woche hiess es, man wolle die Ausstellung vom 7. bis 9. April durchführen. Doch weil dann schon andere grosse Anlässe im Kanton stattfinden werden, überlegt sich der Verein, den dreitägigen Event auf den Herbst zu verschieben. «Wir klären noch mit den Firmen, die sich angemeldet haben, ob sie auch im Herbst dabei wären», sagt Imboden.

Für Martin Huber, der das OK-Präsidium zusammen mit Christian Renold übernehmen würde, ist die «Mega» eine Herzensangelegenheit. «In Zeiten von Einkaufstourismus und Onlinehandel müssen wir Gewerbler zusammenstehen», sagt Huber. Für ihn ist die Ausstellung eine Möglichkeit, dem Einkaufstourismus und Onlinehandel entgegenzuwirken und die Leute wieder vermehrt zum Einkaufen in der Region zu animieren. So organisiert Huber als Inhaber des Eisenwaren- und Haushaltsgeschäfts «Robert Huber AG» zusammen mit der benachbarten «Siport AG» seit Jahren eine eigene kleine Herbstmesse mit 16 Ständen. «Wir haben immer Full House und die Leute haben Freude am Anlass.»

Lehrstellen in der Region sichern

Doch dem Geschäftsinhaber geht es nicht nur um den Spassfaktor: «Es ist wichtig, dass die Leute vor Ort einkaufen und das lokale Gewerbe berücksichtigen. Denn an diesen Firmen und Geschäften hängen letztlich die Lehrstellen für unsere Kinder.» Er hofft, dass sich genug Interessenten finden für eine «Mega». «Denn auch dem Zusammengehörigkeitsgefühl im Städtli täte eine Gewerbeausstellung gut.»

Bereits 2009 hätte eine «Mega» stattfinden sollen. Doch damals musste der Verein den Anlass absagen, weil sich zu wenige Teilnehmer angemeldet hatten. Es hiess damals, die Standpreise wären für viele Interessenten zu hoch gewesen. Vereinspräsident Imboden relativiert allerdings: «Die Preise waren nicht viel höher angesetzt als 2003.» Ungeachtet dessen will man bei der «Mega» 2017 auf ein Rahmenprogramm verzichten, um möglichst kostengünstig zu bleiben.