Baden

Glatteis: Spital-Notfall überfüllt mit Sturzopfern – auch über die Festtage wird es nicht ruhig

In der Nacht und am Mittwochmorgen kam es zu etlichen Stürzen. (Symbolbild)

In der Nacht und am Mittwochmorgen kam es zu etlichen Stürzen. (Symbolbild)

Dem Glatteis ist es schuld, dass in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch viele Leute gestürzt sind. Das Kantonsspital Baden erwartet diesbezüglich einen Hochbetrieb während der Feiertage.

Radiusfraktur, Kontusion der Wirbelsäule, Rissquetschwunde an der Stirn: Das Diagnose-Register aus dem Notfallzentrum des Kantonspitals Baden (KSB) tönt schmerzhaft und liesse sich noch lange fortsetzten. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch waren über der Hälfte der Patientinnen und Patienten nach einem Sturz eingeliefert worden. «Daran ist hauptsächlich das Glatteis schuld, die Leute rutschten zu Fuss oder mit dem Velo aus», erklärt Omar Gisler, Kommunikationsverantwortlicher des KSB. Am Mittwochvormittag waren noch 65 Patienten ins Notfallzentrum eingeliefert worden, 22 davon Sturzopfer.

Drei Mal mehr Patienten über die Festtage

Auch den Rest des Jahres dürften die Ärzte des KSB genug zu tun haben: «Erfahrungsgemäss wird im Interdisziplinären Notfallzentrum über Weihnachten und Neujahr Hochbetrieb herrschen, da viele Hausarzt-Praxen geschlossen sind», so Gisler. Man rechne pro Tag mit 150 Patienten, respektive mit ca. 1500 Patienten an den zehn Tagen über Weihnachten/Neujahr. Das sind rund drei Mal mehr als an einem "gewöhnlichen" Tag. «Um diesen Ansturm bewältigen zu können, kommen im Notfallzentrum zehn zusätzliche Personen – Ärzte, Pflegepersonal, Sachbearbeiter – zum Einsatz.»

Soll man dann mit einem gebrochenen Arm überhaupt ins Notfallzentrum? «Ja», sagt Gisler, «darauf sind wir ausgerichtet. Am Eingang findet eine Triage statt, je nach Schweregrad der Verletzung.» Schwer- und Schwerstverletzte werden in der Notfallstation behandelt. Leichtere Fälle werden in der Notfallpraxis von einem Hausarzt betreut. 

Kaum Unfälle in Aarau

Erstaunlicherweise sehen die Zahlen des Kantonsspitals Aarau ganz anders aus: «Wir haben ein paar wenige Fälle, aber keinen extremen Anstieg», sagt Mediensprecherin Andrea Rüegg. Warum das so ist, lässt sich höchstens vermuten. «Vielleicht gab es in Baden aufgrund des Wetters mehr glatte Flächen», sagt Gisler.

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