Neuenhof

Gmeind hat entschieden: Steuerfuss wird wieder auf 115 Prozent erhöht

Die Gemeinde Neuenhof leidet unter den steigenden Ausgaben für Spitäler, Pflege, Sonderschulung und Spitex.

Die Gemeinde Neuenhof leidet unter den steigenden Ausgaben für Spitäler, Pflege, Sonderschulung und Spitex.

Mit 181 gegen 36 Stimmen hat die Gemeindeversammlung das Budget 2013 genehmigt, und damit den Steuerfuss auf 115 Prozent erhöht. Die Reduktion vor 2 Jahren war Teil der Strategie Vorwärts gewesen, dank der die Gemeinde attraktiver werden soll.

Am 26. November hatten die Neuenhofer das Budget mit einer Steuerfusserhöhung auf 115% zurück gewiesen. «Wir kommen nochmals mit 115 %», begrüsste Gemeindeammann Susanne Schläpfer am Montag die ausserordentliche Gemeindeversammlung. Neuenhof fehlen jährlich rund 3 Millionen Franken, die aus dem Eigenkapital finanziert werden. Dank der Steuerfusserhöhung wird das Geld noch zirka 3 Jahre reichen.

Neuenhof Budget 2013: Interview mit Gemeindeammann Susanne Schläpfer

Neuenhof Budget 2013: Interview mit Gemeindeammann Susanne Schläpfer

Alle Votanten, ausgenommen die Sprecherin der SVP, sprachen sich für 115 % aus. Sowohl der Gemeinderat wie die Mehrheit der Sprecher sind überzeugt: Die Reduktion des Steuerfusses, als Teil der Strategie Vorwärts, von 115 auf 98 % war richtig gewesen. Es war ein Zeichen an den Kanton, die Gemeinden nicht weiter zu belasten. Genau so richtig sei jetzt die Erhöhung.

«Wir zeigen dem Kanton, dass wir konstruktiv arbeiten wollen.» Es sind Ausgaben, wie Spital- oder Pflegefinanzierung, die die Finanzen strapazieren. Die Gemeinde sieht nur zwei Auswege: Entweder der Finanzausgleich wird angepasst oder es kommt zu einer grösseren Gemeindefusion. «Bis dahin müssen wir überleben», sagte ein Versammlungsteilnehmer.

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