Spreitenbach
Gmeind lehnt zusätzliche Stellen ab – Langäcker bewegt bald nicht mehr

Die Gemeindeversammlung von Spreitenbach hat die Zusatzstelle für das Projekt «Langäcker bewegt» abgelehnt. Das hat Konsequenzen für das Quartierzentrum.

Dieter Minder
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Ein Ziel der Cafébar des Projekts «Langäcker bewegt»: Die Kreativität bei den Kindern wecken.

Ein Ziel der Cafébar des Projekts «Langäcker bewegt»: Die Kreativität bei den Kindern wecken.

zvg

Die Wasserversorgung und die Elektrizitätsversorgung Spreitenbach werden um je eine Stelle aufgestockt, die Bauverwaltung erhält eine 60-Prozent-Stelle mehr. Ohne Diskussion hat die Spreitenbacher Gemeindeversammlung den drei Anträgen des Gemeinderates zugestimmt. Keine Chance hatten dagegen die Stellen beim Sozialamt. Die 60-Prozent-Stelle für die Quartierentwicklung «Langäcker bewegt» wurde abgelehnt, die zusätzlichen 150 Prozent für das Sozialamt zurückgewiesen.

Für die Rückweisung des Stellenantrages Sozialamt machte sich die Geschäftsprüfungskommission stark. Mit den Worten «da stimmt etwas nicht» kritisierte GPK-Präsident Guido Weber den Antrag des Gemeinderates. Wegen hoher Personalfluktuationen und krankheitsbedingter Ausfälle hatte der Gemeinderat 2014 einen Mediator beigezogen und einen Bericht ausarbeiten lassen. Dieser ergab, dass die Ursache in der starken Arbeitsüberlastung des Sozialamtes liegt.

Mit den zusätzlichen Angestellten hätte dieser Zustand behoben werden sollen. Weber kritisierte, der GPK sein nur ein gekürzter Bericht unterbreitet worden. «Das stimmt nicht», konterte Gemeindepräsident Valentin Schmid und begründete nochmals den Antrag. Die Versammlung folgte jedoch der GPK und wies das Geschäft mit 71 zu 14 Stimmen zurück. Der Gemeinderat wird an der Gemeindeversammlung am 1. Dezember einen neuen Antrag vorlegen.

Das Nein zur 60-Prozent-Stelle fürs «Langäcker bewegt» hat Konsequenzen für das aus dem «Projet Urbain» hervorgegangene Quartierzentrum. «Wir müssen schauen, wie es weitergeht, das ‹Projet Urbain› läuft Ende Jahr aus», sagte Gemeinderätin Monika Zeindler nach der Versammlung. Damit hängt die Zukunft der Cafébar Langäcker und des mobilen Gemeindebüros in der Luft.

«Wir werden nun mit den Frauen der Cafébar sprechen», sagte Zeindler. Den Antrag auf Ablehnung stellte Marcel Suter (SVP). Er kritisierte, dass für das «Projet Urbain» rund 700 000 Franken ausgegeben worden seien, ohne dass ausser der Cafébar etwas Greifbares vorliege. Schmid widersprach und wies auf das Freiraum- und Langsamverkehrkonzept hin. Seine Argumente vermochten nicht zu überzeugen: Mit 60 Nein gegen 31 Ja wurde die Stelle ohne weitere Diskussion abgelehnt.

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