Ennetbaden

Gmeind sagt Ja zur Spitex und zum Badener Wasser – Antennenstandort noch nicht beschlossene Sache

«Ennetbaden und Baden beziehen das Wasser aus ein und demselben Grundwasserstrom. Es wird sich am Wasser nichts ändern», sagt Pius Graf, Gemeindeammann von Ennetbaden (SP)

«Ennetbaden und Baden beziehen das Wasser aus ein und demselben Grundwasserstrom. Es wird sich am Wasser nichts ändern», sagt Pius Graf, Gemeindeammann von Ennetbaden (SP)

Die Wintergmeind befürwortet alle Vorlagen. Zu reden gaben allerdings der neue Wasserliefervertrag mit Baden und die geplante, aber umstrittene Salt-Mobilfunkantenne an der Ehrendingerstrasse.

Ennetbaden ist die erste Gemeinde, deren Stimmberechtigte der neuen, fusionierten Spitex Limmat-Aare-Reuss (LAR) zugestimmt haben. Die neue Spitex-Organisation soll die bisherigen Spitex-Vereine Baden-Ennetbaden, Obersiggenthal, Untersiggenthal, Gebenstorf-Turgi und Würenlingen ablösen. Die Vorlage war an der Wintergmeind am Donnerstag in der Turnhalle unbestritten, die Ennetbadenerinnen und Ennetbadener sagten einstimmig Ja zur neuen Leistungsvereinbarung mit der Spitex.

Einiges zu diskutieren gab der neue Wasserliefervertrag mit der Regionalwerke AG Baden. Gemeindeammann Pius Graf (SP) und Bauverwalter Andreas Müller erklärten ausführlich, warum der Kanton die Konzession für die bestehende Grundwasserfassung in der Limmatau nicht mehr verlängert und wie die Wasserversorgung in Zukunft aussieht. Bedenken wegen zu wenig Druck oder einer anderen Wasserhärte seien unbegründet. Das Pumpwerk beim Limmatsteg wurde 1963 errichtet und entspricht mit seinen umliegenden Schutzzonen nicht mehr den heutigen Anforderungen des Gewässerschutzes. Die Vorlage wurde mit grossem Mehr angenommen. Ab dem Januar 2021 bezieht Ennetbaden nun über die Leitung unter der Holzbrücke Wasser vom Badener Reservoir Belvédère – für die Gemeinde kostenneutral.

Budget einstimmig angenommen

Das detaillierte Budget 2019 stellte Finanzvorsteherin Elisabeth Hauller (CVP) vor. Die Versammlung stimmte dem Budget mit einem unveränderten Steuerfuss von 97 Prozent und einem operativen Ergebnis von 86'000 Franken einstimmig zu. Auch der Baukredit für die Werkleitungserneuerung und die Sanierung des Fluhwegs (880'000 Franken) sowie der Kredit für die Umgestaltung des Erdgeschosses im Gemeindehaus (650'000 Franken) wurden einstimmig angenommen. Der Kredit für die Sanierung und Umnutzung des gemeindeeigenen Hauses an der Grendelstrasse 11 für die Tagesstrukturen (500'000 Franken) wurde grossmehrheitlich angenommen.

Unter «Verschiedenes» kam aus der Bevölkerung Kritik am Standort der Handyantenne auf, die neben der Therapiestation für Kinder und Jugendliche an der Ehrendingerstrasse gebaut werden soll. Pius Graf sagte, der Standort sei noch nicht beschlossene Sache, aber es seien alle nötigen technischen und rechtlichen Abklärungen dazu gemacht worden. Auf wohlwollende Zustimmung stiess Grafs Ankündigung, dass es in Ennetbaden 2019 endlich wieder einen Neujahrsapéro für die Bevölkerung geben soll, und zwar im «Schwanen».

Von den 2188 Ennetbadener Stimmberechtigten waren 126 anwesend. Alle Beschlüsse unterstehen dem fakultativen Referendum. Nach nur eineinhalb Stunden war die Versammlung beendet und die Gemeinde lud im Foyer zum Apéro. Die nächste Gemeindeversammlung wird im Juni 2019 als «Landsgmeind» im Rahmen von «200 Jahre Ennetbaden» auf dem Postplatz stattfinden.

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