Neuenhof

Gmeind stimmt Einführung von Tempo 30 zu

Diesen Sommer soll in Neuenhof Tempo 30 eingeführt werden.

Ohne Titel

Diesen Sommer soll in Neuenhof Tempo 30 eingeführt werden.

Im zweiten Anlauf hat es jetzt geklappt: Die Stimmbürger stimmen der grossflächigen Einführung von Tempo 30 zu. Bereits diesen Sommer sollen die Massnahmen umgesetzt werden.

An der Gemeindeversammlung von Montagabend haben 205 von total 3803 Stimmberechtigte teilgenommen. Sämtliche Geschäfte des Gemeinderates wurden einstimmig genehmigt, so auch die Rechnung 2018 mit einem kleinen Plus von 70 Franken. Auch der Kredit in Höhen von 2,28 Mio. Franken für die Werkleitungssanierungen Lagerstrasse/Römerstrasse wurde gutgeheissen. Am meisten zu diskutieren gab die Einführung von Tempo 30. Hier wurden aus dem Plenum zwei zusätzliche Anträge gestellt. Erstens: Einführung von Tempo 30 an der Limmatstrasse. Zweitens: zusätzliche Einführung von Tempo 30 an der Limmatstrasse und Gewerbegebiet. Beide Zusatzanträge wurden aber deutlich abgelehnt. In der Schlussabstimmung wurde dann der gemeinderätliche Antrag deutlich mit 155 Ja zu 43 Nein angenommen. Für die Umsetzung von Tempo 30 wurde ein Kredit von 128 500 gesprochen. Sämtliche Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum, da das Beschlussesquorum nicht erreicht wurde.


Erster Versuch scheiterte 2004


Bereits 2004 gab es diesbezüglich Bestrebungen. Doch die Gemeindeversammlung lehnte damals einen Kredit in Höhe von 320000 Franken ab. «In den letzten Jahren sind aus der Bevölkerung aber immer wieder der Wunsch und das Bedürfnis an uns herangetragen worden, der Gemeinderat solle doch Tempo 30 im Dorf einführen», sagt Frau Gemeindeammann Susanne Voser (CVP). Nun endlich – nachdem die grossen Brocken wie neues Schulhaus, Finanz- und Lastenausgleich oder die Revision der Bau- und Nutzungsordnung realisiert worden sind – konnte der Gemeinderat ein konkretes Konzept präsentieren. Dieses sieht die Einführung von Tempo 30 auf allen Strassen mit Ausnahme der Zürcherstrasse (Kantonsstrasse), der Limmatstrasse und dem Industriegebiet vor.
Einfahrten in die Tempo-30-Zonen werden mit «Eingangstoren» signalisiert. Innerhalb der Zonen werden vorwiegend Markierungen verwendet. «Auf bauliche Massnahmen wie künstliche Einengungen oder Überfahrten wird verzichtet», heisst es in der Vorlage des Gemeinderats. Bestehende Rabatten und Bäume im Strassenbereich würden belassen. In der Sandstrasse werden aufgrund der überdurchschnittlichen Strassenbreite einzelne Parkfelder (blaue Zone) markiert. Signalisation, Markierungen und Parkplätze, die keinen Zusammenhang mit den Tempo-30-Massnahmen habe, würden ebenfalls belassen. Die Umsetzung der Massnahmen soll noch diesen Sommer erfolgen.

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