In einer schriftlichen Stellungnahme meldet sich nun Anne-Kristin Läng, Vorstandsmitglied des Vereins Chinderhuus Goldiland. «Täglich besuchen bis zu 100 Kinder die Tagesstrukturen im Chinderhuus Goldiland und melden sich ein- oder mehrmals an und wieder ab. Kurz vor Ostern ist uns bei der Anwesenheitskontrolle ein Fehler passiert, den wir sehr bedauern. Wir haben uns unmittelbar nach dem Vorfall bei der betroffenen Familie entschuldigt.»

Das Ankommen und Abholen der Kinder erfolge nach einem standardisierten Prozess, der im Betriebskonzept festgehalten sei. Die Anwesenheitskontrolle der vielen Kinder sei eine wichtige und herausfordernde Aufgabe. «Der Vorfall hat uns veranlasst, die Abläufe weiter zu verfeinern.»

Würden Kinder von Drittpersonen abgeholt, würden in der Regel ID-Kontrollen durchgeführt, insbesondere dann, wenn die Beziehung zwischen dem Kind und der abholenden Person nicht vertraut erscheint. «Die Eltern kennen das Vorgehen, da sie mit der Unterzeichnung des Betreuungsvertrags auch unserem Betriebskonzept zustimmen. Dieses sieht die Möglichkeit, aber keine Pflicht zur ID-Kontrolle vor», heisst es in der Stellungnahme.

Mit dem Gemeinderat, der als Aufsichtsbehörde die Betriebsbewilligung erteilt, pflege man einen regelmässigen Kontakt und ein vertrauensvolles Verhältnis. «Jährlich werden alternierend interne sowie externe Qualitätskontrollen durchgeführt. Die letztjährige Qualitätsumfrage bei den Eltern wie auch die im Jahr davor durch eine externe Fachperson durchgeführte Betriebskontrolle zeigten erfreulich positive Ergebnisse und wir waren dankbar für Hinweise, die uns helfen, uns weiter zu verbessern.»

Seit 2004 würde der Verein viel Zeit und Energie investieren, um mit dem Personal eine professionelle und familiengerechte Dienstleitung anzubieten. «Gleichzeitig wissen wir, dass es immer Punkte gibt, die wir noch verbessern können. Darum pflegen wir eine offene Gesprächskultur und regen die Eltern an, uns Rückmeldungen zu machen.» Dies sei auch anonym möglich. «Mit einer gegenseitig offenen und transparenten Kommunikation können wir in Konfliktsituationen gemeinsam Lösungen erarbeiten.» Der Artikel suggeriere, es rumore im Goldiland, viele Eltern seien unzufrieden. «Uns präsentiert sich ein völlig konträres Bild.»