Baden
Goldschürfer und Bergsteiger ziehen durch die Stadt Baden

Am Jugendfest klettern Oberstufenschüler über Eisberge in der Badi, während die Jüngeren im Kurpark nach Gold suchen. Dort haben die Primarschüler aus vier verschiedenen Schulen Spielstände ausgestellt.

Rebecca Knoth (text und Fotos)
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Goldschürfer und Bergsteiger ziehen durch die Stadt
27 Bilder
Wer schafft es auf die Spitze des Eisbergs
Wer holt das Drachenboot am schnellsten zu sich
Unterwassergeschichten hören auf dem Meeresgrund, organisiert durch die Primarschule Rütihof
U-Boote basteln
Tschutten auf der Wiese
Seilziehen mit Gross und Klein
Real-, Sek- und Bezschüler spielen bis drei Uhr nachmittags mit den Land- und Wasserattraktionen
Oh Schreck, dieser Hölzchenturm war wohl zu hoch
Mini-Töggeliturnier unter jungen Damen
Nach vorne sprinten, nach hinten fallen, das ist Bungee runnen
Kurz kommt die Sonne, für die Wasserspiele dürfte es aber wärmer sein
Kubb spielen auf der Wiese mit Holzklötzchen
Für einmal im Rollstuhl und damit über die Kipprampe
Für das richtige Meer-Feeling ist die Taucherbrille absolutes Muss
Ein Oberstufenschüler gewinnt in einem Holzbrettspiel, das Angebot an Aktivitäten ist riesig
Drei Schüler aus der ZEKA in Dättwil beobachten das Geschehen aus etwas anderer Perspektive
Drei Schottenkinder erkennen Morssignale der Schiffe
Dieses Schiff aus Styropor entert nach in den Kurparkbrunnen
Die Sumos kugeln sich vor lachen
Die beiden 2
Das Surfbrett ist recht wacklig
Bungee Running scheint Spass zu machen, an einem Gummiseil wird man nach hinten gezogen
Da staunen die Kinder vom Ländli und der Waldschule, ein echter Dudelsackspieler
Bäume zersagen an den Highland-Games der Schotten
An diesem Spielstand werden Kinder gefischt, als Köder dienen Zuckerwaren
Beim Boxen mit Riesenhandschuhen wird recht zugeschlagen, nur Jungs steigen in den Ring

Goldschürfer und Bergsteiger ziehen durch die Stadt

AZ

Noch liegt das Terrassenbad Baden verlassen da. Auf den Wiesen verteilen sich luftgefüllte Plastikkonstruktionen, Holz- und Geschicklichkeitsspiele. Auf dem Wasser schwimmt eine Hindernisbahn und ein künstlicher Eisberg.

Zwei Tage lang haben die Vorbereitungen für das Tagesfest der Oberstufenschüler gedauert. «Ich finde es genial, für die Jugend etwas zu machen. Sehen Sie nur, es wird auch geschätzt», sagt René Saurenmann, Betriebsleiter der Badener Badi.

Für die fünf Stunden, in denen sich zwischen vier- und sechshundert Jugendliche auf dem Gelände tummeln, hat er seine gesamte Belegschaft aufgeboten. Falls der 10-Meter Sprungturm später noch öffnet, stehen gleich drei Bademeister um das Becken bereit. «Sicherheit ist das Wichtigste.»

Freude steht im Vordergrund

Dann treffen die ersten Schüler der Sekundarstufe von der Sportanlage Aue her im Schwimmbad ein. Obwohl es mit knapp zwanzig Grad recht kühl ist, testen die Jugendlichen sofort alle Attraktionen aus - auch die Wasserspiele.

Cyril Friedrich und Enrique Fauci aus der 2. Bez wollen später ebenfalls noch ins Wasser, «ausser es regnet». Sie haben bereits das Bungee Running ausprobiert: «Man will nach vorne rennen, fällt aber immer wieder zurück», erzählen die beiden.

Weil das Jugendfest nur alle zwei Jahre durchgeführt wird, sind sie zum ersten Mal beim Fest der Grossen dabei. Gerhard Geiger spornt gerade drei Schülerinnen beim Pferderennen an.

Der Zeichnungslehrer der Bezirksschule meint: «Mir gefällt, dass heute die Freude im Vordergrund steht und nicht der Wettkampf.» Der 2.-Bezler Friedrich sagt: «Schade, findet das Jugendfest nicht jedes Jahr statt.»

Zusammen mit den anderen Badener Oberstufenschüler bestreitet er Wasserparcours und Gladiatorenkämpfe im Terrassenbad Baden. «Mir hat das Armbrustschiessen ganz besonders gefallen», erzählt der 2.-Klässler Marc Stöckli.

Die Kindergärtner und Primarschüler richteten im Kurpark Spielstände unter dem Motto «Rund um die Welt» ein.

Ein Thema, wozu sich jede Klasse etwas einfallen lassen konnte. Vier Schulen haben zu Themen wie «Älplerchilbi» oder «Wilder Westen» Spielstände aufgestellt.

Die Schotten aus der Schule Meierhof haben gar ein eigenes Kostüm aus Karo-Stoff und Mützen-Bömbel kreiert. «Die gemeinsame Kleidung stiftet ein gutes Zugehörigkeitsgefühl», sagt Marco Mazzei, Jugendfestverantwortlicher für die Tages- und Waldschule.

«Es braucht gar keinen besonderen Aufwand für die Posten, die Kinder sind schon mit wenig zufrieden», stellt er erstaunt fest. Die 2.-Klässlerin Lea Schoop zeigt stolz ihr Goldwascherdiplom. Dafür musste sie Sand wegsieben, bis sie ein Säckli voller Goldstückli beisammen hatte.