Bellikon

Grösstes Suva-Bauprojekt: Arigon und Gross bauen die Erweiterung der Rehaklinik

Der neue Eingangsbereich als Visualisierung.

Der neue Eingangsbereich als Visualisierung.

Ab Oktober wird die Rehaklinik Bellikon umgebaut und erweitert. Mit 250 Millionen Franken handelt es sich um das grösste von der Suva jemals getätigte Vorhaben. Während der Bauzeit bis Ende 2017 wird der Betrieb vollumfänglich aufrecht erhalten.

Arge Arigon/Gross heisst die Arbeitsgemeinschaft, die das bisher grösste Bauprojekt der Suva realisieren wird. Dies hat die Suva nach mehrmonatiger Evaluationsphase entschieden. «Die Erfahrung im Spitalbau, die auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Terminplanung der Bauabläufe sowie die ausgewogene Risikoabdeckung im Werkvertrag waren die entscheidenden Faktoren, dass die Vergabe des Totalunternehmers an die Arge Arigon/Gross», sagt Kaspar Lo Presti, Bereichsleiter Baumanagement bei der Suva. Die Baukosten belaufen sich auf rund 250 Mio. Franken. Die Bauarbeiten beginnen im Oktober 2014 und dauern voraussichtlich bis Ende 2017. Während der gesamten Bauzeit bleibt der Vollbetrieb der Rehaklink aufrechterhalten. Der Um- und Neubau ist ein wichtiger Schritt für die Rehaklinik Bellikon, damit sie auch in Zukunft ihre führende Rolle in der Unfallrehabilitation behalten kann.

Im Juni 2013 haben die Vorbereitungsarbeiten des Um- und Neubaus der Rehaklinik Bellikon begonnen. Ein Jahr später erteilt die Suva als Bauherrin den Auftrag an eine Totalunternehmerin (TU-Auftrag) zur Umsetzung ihres bisher grössten Bauprojekts. Der Neu- und Umbau der Rehaklinik Bellikon wird von der Arbeitsgemeinschaft Arigon und Gross realisiert.

Rehabilitationsmedizin im Zentrum

Seit der Eröffnung der Rehaklinik Bellikon im Juni 1974 hat die Rehabilitationsmedizin grosse Fortschritte erzielt. Die Infrastruktur konnte der Entwicklung der medizinischen Rehabilitation nicht in allen Bereichen Schritt halten. Trotz Bauerweiterung und laufender Sanierung werden die heutigen Infrastrukturen den zukünftigen Anforderungen einer modernen Klinik, speziell im Diagnostik-, Therapie- und Publikumsbereich, nicht mehr gerecht. Es besteht ein Erneuerungs- und Erweiterungsbedarf. Zur Erreichung einer attraktiven Gesamtlösung, die die baulichen Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen Klinikbetrieb schafft, erteilte die Suva vor vier Jahren Studienaufträge. Im Juni 2010 fiel der Entscheid zugunsten des Generalplaners Burckhardt+Partner. Ihr Projektvorschlag «Vitale» überzeugte durch hohe architektonische Qualität, die sich der Umgebung anpasst und dabei einen möglichst geringen Eingriff in die bestehende Bausubstanz erfordert. Die Baubewilligung erfolgte im Juni 2013. Seit vergangenem Sommer laufen die Vorbereitungsarbeiten der Erneuerung und Erweiterung der Rehaklinik Bellikon.

Investition in die Wiedereingliederung zahlt sich aus

Die Suva hat einen umfassenden gesetzlichen Auftrag. Dieser beinhaltet Prävention, Versicherung und Rehabilitation. Im Falle eines Unfalls will die Suva ihre Versicherten optimal betreuen und ihnen die bestmögliche Rehabilitation ermöglichen, damit die Verunfallten schneller genesen und sich sozial und beruflich reintegrieren. So konnten im Jahr 2013 81 Prozent der 9793 Schwerverunfallten wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. Das Ziel der Suva ist es, diese Zahlen weiter anzuheben, damit die Kosten für Arbeitgeber und Versicherer weiter sinken. (-rr)

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