Während sich die Aargauer Denkmalpflege letztes Jahr Laufenburg aussuchte, um die europäischen Tage des Denkmals zu feiern, wurde heuer Baden diese Ehre zuteil. Zum Thema «Ohne Grenzen» lockten die Denkmaltage die Besucherinnen und Besucher gestern auf den Kurplatz im Bäderquartier.


Der Andrang war gross. So gross, dass sich bereits vor dem offiziellen Start um 9.30 Uhr eine lange Schlange vor dem Infostand der Denkmalpflege bildete. Der Grund: Einige der Führungen und Rundgänge durch Badener Bäder hatten eine beschränkte Platzzahl. «Wir sind ausgebucht», hiess es wenig später.


Doch glücklicherweise waren auch Touren im Angebot, die ohne Platzbeschränkung auskamen und bei denen man sich einfach dazugesellen konnte. So wie jene von Andrea Schaer, die bis 2016 für die Kantonsarchäologie und seither als selbstständige Archäologin die Grabungen im Bäderquartier leitet. Start der Führung war der «Limmathof», von dem aus es durchs Verenahof-Geviert mit seinen Hotels Verenahof, Ochsen und Bären ging.


Blick in die Zukunft der Bäder


Schär erzählte, wie sich das Bild der Bäder in den Jahren des «Kurbooms» zwischen 1830 und 1870 veränderte, der Wachstum durch die kleinräumige Grundstruktur im Quartier aber eingeschränkt blieb. Im letzten Abschnitt der Tour wagte Schaer einen Blick in die Zukunft: Sie führte die Besucher auf die Grossbaustelle am Limmatknie, wo in zwei Jahren das Botta-Bad entstehen soll.

Es sei ein Wettlauf gegen die Zeit mit Blick auf die Bauarbeiten, sagte Schaer, die sich aber zuversichtlich zeigte, dass die Auswertung der archäologischen Ausgrabungen rechtzeitig zur Eröffnung des Bads abgeschlossen sei.


Zurück auf dem Kurplatz begrüsste um kurz nach 11 Uhr Regierungsrat Alex Hürzeler (SVP) die Anwesenden, worauf Stadtammann Markus Schneider (CVP) einen Abriss durch die Geschichte im Badener Bäderquartier machte.

Zum Schluss hatte der kantonale Denkmalpfleger Reto Nussbaumer noch eine Neuigkeit auf Lager: So hat für die Sanierung des historischen Hotelgevierts neben dem Kanton auch der Bund eine «namhafte Subvention» zugesagt. Sie soll im siebenstelligen Bereich liegen.