Baden

Grossanlass für Plastikexperiment abgesagt - er findet in kleinerem Rahmen statt

Der Manor in Baden hat der Plastikkunstgruppe, einer von 18 Arbeitsgruppen des Plastikexperiments, ein Schaufenster zur Verfügung gestellt.

Plastikkunst im Schaufenster

Der Manor in Baden hat der Plastikkunstgruppe, einer von 18 Arbeitsgruppen des Plastikexperiments, ein Schaufenster zur Verfügung gestellt.

Dieses Wochenende hätte in der Trafohalle 37 in Baden ein Grossanlass im Zeichen des Plastikkonsums durchgeführt werden sollen. Dieser ist inzwischen auch dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Das Experiment gehe aber dennoch weiter, sagen die Organisatoren.

Bereits letztes Wochenende sagten die Organisatoren des Badener Plastikexperiments den Auftaktanlass in der eigens dafür eingerichteten Plastikzentrale im «Vaudoise»-Haus an der Weiten Gasse ab - wegen des Corona-Virus. Umso mehr hatte man sich auf einen Anlass, das "Kernstück" des Experiments, in der Trafo-Halle 37 gefreut, in der an zwei Tagen ein Forum und ein Ideen-Markt hätten stattfinden sollen. Diverse Aussteller hätten ihre Plastikalternativen und plastikfreien Produkte vorgestellt. Ausserdem war eine Podiumsdiskussion mit Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung geplant, die über ethische, gesellschaftliche, gesundheitliche und ökologische Aspekte von Plastik diskutiert hätten.

Für diesen Anlass lag bereits die Bewilligung der Kantonsärztin vor. Trotzdem fiel dieser nun ebenfalls dem Corona-Virus zum Opfer, die Organisatoren sagten "schweren Herzens" ab, "weil uns die Gesundheit unserer Mitmenschen am Herzen liegt", wie auf der Website zu lesen ist. Trotzdem wollen die Initianten nicht darauf verzichten, etwas zu veranstalten und disponierten in kürzester Zeit um. Am Samstag, zwischen 10 und 16 Uhr, werden einige der Marktstände, die am Ideen-Markt teilnehmen wollten, nun in der Plastikzentrale zu finden sein. Eine Tombola wird durchgeführt sowie auch weiterhin die Bluttests. Idee dahinter: Am Experiment teilnehmende Menschen wird davor und danach Blut abgenommen, um die Auswirkungen des Plastikverzichts auf die Blutwerte zu testen.

"Das Plastikexperiment findet sehr wohl dennoch statt", bekräftigt Brunhilde Mauthe, Mediensprecherin der Gruppe. Viele Menschen seien trotz der aktuellen Situation daran, auf ihren Plastikkonsum zu achten und so gut wie möglich darauf zu verzichten. "Es beteiligten sich auch schon einige an unserer Web-App, auf der mit Bildern und Texten auf die Plastikalternativen in der Stadt aufmerksam gemacht wird", so Mauthe. Man könne und wolle doch "gerade in dieser schwierigen Zeit ein positives Zeichen setzen – auch wenn Plastik aktuell für viele nicht die 'wichtigste' Thematik ist."

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