Baden
Grossbaustelle Schulhausplatz: Jetzt geht es Schlag auf Schlag

Seit gestern wird wieder im 16-Stunden-Betrieb auf der Baustelle Schulhausplatz gearbeitet – bald gibt es auch eine neue Verkehrsführung.

Carla Stampfli
Merken
Drucken
Teilen
Die Bauarbeiten am Schulhausplatz in Baden stehen über die Feiertage 2016 still.
5 Bilder
Die Bauarbeiten am Schulhausplatz in Baden stehen über die Feiertage 2016 still.
Die Bauarbeiten am Schulhausplatz in Baden stehen über die Feiertage 2016 still.
Die Bauarbeiten am Schulhausplatz in Baden stehen über die Feiertage 2016 still.
Die Bauarbeiten am Schulhausplatz in Baden stehen über die Feiertage 2016 still.

Die Bauarbeiten am Schulhausplatz in Baden stehen über die Feiertage 2016 still.

Carla Stampfli

In der vergangenen Woche war es ungewöhnlich ruhig auf dem Schulhausplatz. Kein Bohren, kein Hämmern, ja nicht einmal Staub kam aus der Baugrube aufgewirbelt. Das hat einen guten Grund: Die Maschinen standen über die Feiertage still. Gestern sind die Bauarbeiten wieder aufgenommen worden, wie Marcel Voser, Gesamtprojektleiter des Kantons, erklärt. Damit gehen die Arbeiten in den Endspurt – Ende Februar beginnt bereits eine neue Bauphase.

Doch kann es sich eine der grössten Baustellen der Schweiz leisten, stillzustehen? «Die Arbeiten waren bis zum 23. Dezember am Laufen. Somit ist es gerade nur etwas mehr als eine Woche, dass die Baumaschinen standen», sagt Voser. Es sollte dabei auch berücksichtigt werden, dass die Belegschaft 2016 sehr viel gearbeitet und zudem lange Arbeitszeiten gehabt habe, «womit auch diese Leute durchaus eine Pause verdient haben».

Fussgängerebene ist fast fertig

Dass die Neugestaltung des Schulhausplatzes zügig vorangeht, bestätigt ein Blick in die Baugrube. So wurde im Dezember die Bushaltestelle-Platte für den Bus Richtung Mellingen vor dem Linden- sowie vor dem Falkengebäude betoniert und teilweise asphaltiert. Auch stellten die Bauarbeiter die unterirdische Fussgängerebene im Bereich «Falken» im Rohbau fertig. «Es fehlen nur noch die Treppenzugänge und die Rampen sowie die Verbindung Tunnelgarage–Fussgängerpassage», sagt Voser. Zudem müsse die Ergänzung des Bustunnels zwischen Baufeld «Bezirksgebäude» zum Baufeld «Kiste» noch gebaut werden. Bereits hochgezogen wurden hingegen die Wände des neuen Bustunnels, der von der Tunnelgarage bis vor die Kantonspolizei führt. Während ein kleiner Teil des Deckels im Schlossbergtunnel betoniert ist, wird der Bereich des Bustunnels vor dem Bezirksgebäude demnächst gedeckt.

Im letzten Monat kam es auch zu Änderungen für Fussgänger: Passanten, die vom Lindenplatz stadteinwärts gehen oder umgekehrt, werden seither über eine neue Route gelotst. Sie führt nun über eine gedeckte Passerelle. Dort, wo später die Velofahrer über eine Rampe zur Fussgängerebene gelangen. Voser: «Diese Route für Fussgänger bleibt weitgehend bestehen, bis die Treppe vor dem ‹Falken› fertiggebaut wird.» Dies soll im Sommer der Fall sein. Dann wird auch das Baufeld «Cordulaplatz» in Angriff genommen.

Für den Verkehr freigegeben

Mit der Wiederaufnahme der Bauarbeiten geht es jetzt Schlag auf Schlag. So wird die neue Bus-Fahrplatte vom Schlossbergtunnel Richtung Mellingen ganz asphaltiert. «Gleichzeitig wird der Platz zwischen dem Hotel Linde und dem Falkengebäude fertiggestellt», sagt der Gesamtprojektleiter. Kurz darauf würde der ganze Strassenabschnitt neu für den Verkehr freigegeben. Auf der gegenüberliegenden Seite, beim Lokal Kiste, geht es auch vorwärts: Die neue Fussgängerpassage, die in den Untergrund führt, wird realisiert.

Der 16-Stunden-Betrieb, der per Dezember aufgenommen worden ist, wird im neuen Jahr weitergeführt. Mit anderen Worten: Die Belegschaft arbeitet in zwei Schichten, von 6 bis 13.30 Uhr sowie von 13.30 bis 22 Uhr. Dass die Bauarbeiten im Zweischichtenbetrieb fortgesetzt würden, sei nicht auf einen Rückstand zurückzuführen. «Wir sind im Plan», sagt Marcel Voser. Vielmehr sei der Zweischichtenbetrieb nötig, weil die Platzverhältnisse das parallele Arbeiten mit mehreren Gruppen nicht zulassen würden. «Weiter will man das hohe Arbeitstempo seit Baustart beibehalten», sagt er und fügt an, dass man bemüht sei, in Randstunden keine lärmintensiven Arbeiten auszuführen.

Bis zur Badenfahrt im August soll die Verkehrsebene weitgehend realisiert sein, so das Ziel. Bis dahin soll auch die Fussgängerebene im Untergrund passierbar sein – mit Ausnahme des Bereichs beim Cordulaplatz.