Grosse Baulandreserve
Nach jahrelanger Verzögerung: Spreitenbach stimmt über Kreuzäcker-Erschliessung ab

Das 4,7 Hektare grosse Areal zwischen Rangierbahnhof und Industriestrasse liegt seit Jahren brach. Die Spreitenbacher Stimmberechtigten entscheiden am Dienstagabend über die Zukunft der Baulandreserve.

Claudia Laube
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Vor einigen Monaten sah es an der Industriestrasse noch so aus. Im Hintergrund der Teil des Kreuzäcker-Areals, der an der Gmeind zur Debatte steht.

Vor einigen Monaten sah es an der Industriestrasse noch so aus. Im Hintergrund der Teil des Kreuzäcker-Areals, der an der Gmeind zur Debatte steht.

Severin Bigler / (3. März 2021)

Auf dem Areal Kreuzäcker in Spreitenbach, neben dem Rangierbahnhof und vis-à-vis des Hilton Hotels, befindet sich eine der letzten grossen, eingezonten Baulandreserven im Limmattal. Weil eine Erschliessungsplanung fehlte, verfügte der Kanton 2012 über das 4,7 Hektare grosse Gebiet eine fünfjährige Planungszone. Alle Aktivitäten wurden verboten, weil dem Areal eine grosse Bedeutung für die Siedlungsentwicklung im Bereich der Limmattalbahn zukommen würde, wie der Kanton argumentierte.

Nun soll das seither andauernde planungsrechtliche Verfahren zu einem Abschluss kommen: Am Dienstagabend stimmt die Spreitenbacher Gemeindeversammlung über eine Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung für die Arbeitsplatzzone ab, die im Mai öffentlich auflag. Neu sollen auf dem Gebiet reine Logistikbetriebe, die nur aus Lagern bestehen oder als Warenumschlagplatz dienen – so wie sie in Spreitenbach vielfach vorhanden sind –, nicht mehr erlaubt sein.

Die Müslistrasse soll zukünftig das Areal erschliessen

Zusätzlich wird über einen 6,5 Millionen Franken-Kredit für die Erschliessung des Arbeitsplatzgebietes Kreuzäcker abgestimmt, dessen Kernstück ein Kreisel bei der Abzweigung Industriestrasse und der noch zu bauenden Müslistrasse ist. Während der Kreisel gemeinsam mit dem Limmattalbahntrassee entsteht und dies durch das Limmattalbahnprojekt finanziert wird, so gehen die Kosten für die neue Erschliessungsstrasse zu Lasten der Gemeinde. Diese ist in der Kreditvorlage mit 2,4 Millionen Franken veranschlagt.

Rund vier Millionen Franken werden aber wieder in die Gemeindekasse fliessen, da die privaten Parzellen-Eigentümer einen Teil der Kosten übernehmen müssen sowie auch ein Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes zu erwarten ist, sollte der Bau der Strasse vor Ende 2025 starten. Die beiden Spreitenbacher Parteien FDP und Mitte sprechen sich für den Kredit aus.

Gemeindeversammlung in Spreitenbach, Turnhalle Seefeld, 23.11., 19.30 Uhr

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