Neuenhof
Grosse Pläne für das neue Bildungszentrum Neuenhof

Die Gemeinde lässt die Schulanlage bis im Sommer 2017 für 28,4 Millionen sanieren und ausbauen. Baustart ist noch in diesem Sommer. Den grössten Einfluss auf den Schulraumbedarf hat der beschlossene Systemwechsel auf sechs Jahre Primarstufe.

Samuel Schumacher
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Schule Neuenhof

Schule Neuenhof

Aargauer Zeitung

Der Schulraum in Neuenhof wird knapp. Den grössten strukturellen Einfluss auf den Schulraumbedarf hat der beschlossene Systemwechsel von 5/4 auf 6/3, da damit die erforderlichen Infrastrukturen (Schulraumbedarf) sowohl der Primar- als auch der Sekundarstufe betroffen sind.

Ebenso wurden die gesetzlichen Aufgaben und Massnahmen des Schulgesetzes «Stärkung der Volksschule» in die Planung der Erneuerung und Erweiterung der Schulbauten aufgenommen. Weiter wird die Zahl von heute 820 Schülern bis 2021 um rund ein Viertel zunehmen.

Aus diesen Gründen will die Gemeinde bis im Sommer 2017 das alte Schulhaus sanieren, das Schulhaus Schibler erneuern und erweitern und eine neue Aula bauen. In diesem Zusammenhang soll zudem eine neue Wärmeerzeugung mit Fernwärmeleitungen erstellt werden. Zudem ist geplant, den sanierungsbedürftigen roten Sportplatz zu erneuern. Die Baubewilligungen für die Sanierungen und Erweiterungen wurden erteilt.

Insgesamt investiert die Gemeinde 28,37 Millionen Franken in die verschiedenen Sanierungs- und Bauvorhaben der Schule. «Die geplanten Projekte sind dringend notwendig und keine luxuriösen Wunschprojekte», erklärt Bauverwalter Peter Richiger.

Der finanzielle Beitrag des Kantons kann heute noch nicht genau beziffert werden, gründet jedoch auf den gesetzlichen Bestimmungen für den ausserordentlichen Finanzausgleich, der für alle Aargauer Gemeinden gilt. «Wenn sich die Schulden unserer Gemeinde so entwickeln, wie wir es in unserem Finanzplan aufgezeigt haben, erfüllt Neuenhof die Voraussetzungen für den Bezug von ausserordentlichen Finanzausgleichsbeiträgen», erklärt Gemeindeammann Susanne Voser.

Der endgültige Entscheid über den finanziellen Beitrag wird vom Regierungsrat aufgrund der jeweiligen Jahresabschlüsse gefällt. Dieser könnte aufgrund der Schulhausbauten sowie den weiteren geplanten Investitionen in den Jahren 2014 bis 2017 gegen 13,5 Millionen Franken ausmachen. Eine Voraussetzung ist ebenfalls, dass die Bevölkerung an den kommenden
Gemeindeversammlungen diesen Investitionen zustimmt.

Gerüstet für 6/3

Die Umstellung auf das System 6/3, die diesen Sommer im ganzen Kanton Aargau erfolgen wird, hat vorerst keine grossen Auswirkungen auf den Schulbetrieb, da die Primarschule und die Oberstufe in Neuenhof am selben Standort konzentriert sind. Die zusätzlichen Anforderungen an die Infrastruktur aufgrund des Systems 6/3 sowie der steigenden Schülerzahl – wegen des Bevölkerungswachstums – sollen mit der geplanten Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage sichergestellt werden.

«Ab August 2014 werden einige Primarschulklassen aufgrund des Baustarts vorübergehend ins jetzige Oberstufenzentrum ausweichen», erklärt Gesamtschulleiterin Renate Baschek. Spätestens im Sommer 2017 wird auch das Platzproblem beim Mittagstisch in Neuenhof gelöst sein. Das Mittagessen findet ab dann in der neuen Aula statt.