«Ich freue mich darauf, in der künftig doppelt so grossen Turnhalle vom einen zum anderen Ende «seckle z’ chönne», sagte der 2.-Klässler Pascal, der als einziges Kind an der Infoveranstaltung teilnahm. Alles habe er zwar nicht verstanden von der Präsentation, aber er freue sich trotzdem sehr auf das neue Schulhaus. Vor allem auf die Doppelturnhalle und den neuen Spielplatz, meinte er beim anschliessenden Apéro.

Schulhaus wurde 1974 gebaut

Bevor es jedoch zum Apéro ging, wurde das Projekt eingehend vorgestellt. Gemeinderat Peter Muntwyler blickte in seiner Rede auf die Ausgangslage zurück. «Ursprünglich war vorgesehen, das Schulhaus Hasel 2008 umfassend zu sanieren.» Aufgrund der sich anbahnenden Umwälzungen im Bildungsbereich (Bildungskleeblatt) wurde mit der Sanierung zugewartet. In der Volksabstimmung wurde das Bildungskleeblatt verworfen, Spreitenbach musste über die Bücher. Man kam zum Schluss, dass das 1974 erstellte Schulhaus trotzdem einer umfassenden Sanierung zu unterziehen sei.

160 Kinder pro Jahr

Zudem war unbestritten, dass zusätzlicher Schulraum benötigt werde, der nun mit einem Erweiterungsbau abgedeckt werden soll. Gemeinderätin Doris Schmid zeigte auf, dass von durchschnittlich 110 Neugeborenen bis 2003 neu bis zu durchschnittlich 160 Kinder das Licht der Welt erblicken. So sei denn eine Erweiterung von aktuell 14 auf 23 Klassenzimmer unumgänglich. Daniel Zehnder, beratender Experte, zeigte in seiner Präsentation auf, wie die Sanierung und der Neubau realisiert werden sollen: Das bestehende Schulgebäude wird verdreifacht, die Turnhalle verdoppelt und ein neuer Spielplatz geschaffen. Zuerst kommt der dreistöckige Neubau mit Holzfassade und «Balkonen» zum Zug, die als Aussenarbeitsräume genutzt werden können. Start dieser Bauarbeiten ist voraussichtlich im Sommer 2014, Bezug im Sommer 2015. Danach wird das bestehende Gebäude saniert, das dann im Sommer 2016 den Schülern übergeben werden kann.

Siegreiches Projekt aus Aarau

Im September 2011 wählte der Gemeinderat die von der Jury aus der Präqualifikation vorgeschlagenen acht Büros für den Studienauftrag. Das siegreiche Projekt stammt von Hertig Nötzli Architekten in Aarau. Die hochwertigen Eingaben auf die Generalunternehmer-Ausschreibung seien auf eine gründliche Erarbeitung der Submissionsunterlagen der Architekten Hertig und Nötzli zurückzuführen, wurde an der Veranstaltung mitgeteilt. Die eingereichten Offerten seien plausibel und lägen nahe beieinander. Mit all diesen Vorgaben ist es der Projektkommission gelungen, einen Baukredit auszuarbeiten, der die vorgegebenen Einsparungen von 10 Prozent erfüllt und obendrein noch zusätzliche Bedürfnisse abdeckt.

Die Präsentation an der Infoveranstaltung war gut vorbereitet, weswegen es in der anschliessenden Diskussionsrunde nur noch Fragen zu den Sondierschnitten, zur Lärmregelung, zu den Unterhaltskosten und zur Nutzung der Turnhalle während des Erweiterungsbaus gab, die allesamt zufriedenstellend beantwortet wurden.