Tägerig
Grüngut-Verwertung stinkt bald nicht mehr

Der Grüngut-Verwerter Hufschmid investiert 2,5 Mio. Franken in den Bau einer Halle und die technische Ausrüstung. Die Halle soll die ärgerlichen Düfte stoppen.

Lukas Schumacher
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Bald nicht mehr unter freiem Himmel: Kompostiermieten auf dem Firmengelände im Gemeindegebiet Tägerig. sl

Bald nicht mehr unter freiem Himmel: Kompostiermieten auf dem Firmengelände im Gemeindegebiet Tägerig. sl

Im Herbst 2011 häuften sich in Tägerig, Niederwil und Stetten Reklamationen wegen üblen Gerüchen aus der Kompostieranlage der Firma Hufschmid. Die unliebsamen Düfte stehen ursächlich in einem Zusammenhang mit der Kapazitätserweiterung auf der Anlage. Zu den 10000 Tonnen Grüngut, die im Freien auf dem Firmengelände vergären, waren weitere 5000 Tonnen hinzugekommen. Die 5000 Tonnen stammen von der benachbarten Biogasanlage, die im Herbst 2011 den Betrieb aufnahm.

62 Meter lang, 26 Meter breit

Offenbar entsteht der Gestank vor allem beim wöchentlichen Umschichten der Kompostiermieten, wie die stattlichen Komposthügel genannt werden. Um das Problem zu beseitigen, soll bald eine Rottenhalle erstellt werden. Das beim Kanton Aargau und im Gemeindehaus Tägerig eingereichte Bauprojekt sieht die Erstellung einer 62 Meter langen und 26 Meter breiten Kompostierhalle mit Betonwänden, Blechfassaden und einem Holzdach sowie die Erstellung eines kleinen Technikhauses vor. Weil die geplante Kompostierhalle/Rottenhalle die Stromleitung tangiert, die übers Grundstück führt, muss ein Strommast versetzt werden.

Alles in allem investiert das Grüngut-Verwertungsunternehmen Hufschmid rund 2,5 Millionen Franken. Die eine Hälfte dieses Betrags schlägt für die Erstellung der Kompostierhalle zu Buche, die andere für die technische Ausstattung, die Automatisierung, die Absaugvorrichtung, die Steuerung und die weiteren Anlageteile, die eingebaut werden.

Im Spätsommer 2013 betriebsbereit

Laut Andreas Hufschmid geht die Verwertungsfirma davon aus, dass die Baubewilligungen von Gemeinde und Kanton Aargau im März eintreffen werden. Für den Hallenbau und die Installation der technischen Einrichtungen wird mit einer Erstellungszeit von vier bis sechs Monaten gerechnet, sodass die Kompostierhalle im August oder September dieses Jahres betriebsbereit sein sollte. «Dann werden die üblen Kompostiergerüche, die Anwohner hin und wieder wahrnehmen müssen, aufhören», sagt Hufschmid.

Nebst dem eingereichten Hallenbau lässt das Grüngut-Unternehmen beim Kanton abklären, ob eine weitere Ausbauetappe für die Vergärung auf dem Firmengelände möglich ist. Es handelt sich um ein zusätzlich geplantes Endlager mit einer Kapazität von 4500 Kubikmetern, das auch als Güllenlager und als Gaslager genutzt werden könnte.

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