Mellingen

Hängebauchschwein «Bründli» (12) macht die Fliege

Das Hängebauchschwein "Bründli" aus Mellingen.

Das Hängebauchschwein "Bründli" aus Mellingen.

"Bründli" will wieder abhauen - Geissbock hält ihn davon ab.

In Mellingen ist ein Schwein aus seinem Gehege abgehauen, hat sich drei Wochen in einem Wald versteckt und hielt Reiter und die Regionalpolizei auf Trab. Gestern liess es sich einfangen.

Es war einmal ein 12-jähriges Hängebauchschwein, das «Bründli» hiess. Eines Tages brach es aus und verschwand im tiefen, schwarzen Wald.

Was wie ein Märchen beginnt, narrte die Regionalpolizei Rohrdorferberg und hielt viele Reiter auf Trab: Rund drei Wochen streifte «Bründli» durch den Mellinger Wald, machte die Gegend unsicher und besuchte sogar einen Reithof in Niederrohrdorf. Einfangen liess es sich erst gestern - allerdings nicht von den Polizisten.

«Bründli» mag Pferde

Wie Bernadette Attiger aus Mellingen, Besitzerin von «Bründli», erklärt, fand das Schwein ein Loch im Gehege und verschwand im benachbarten Wald. «Drei Wochen war es weg - mit Unterbruch. Ich bin mir sicher, dass es seine kürzlich verstorbenen Geschwister gesucht hat», sagt sie. Das entflohene Schwein - das sich bei Attiger auch mit Pferden, Ziegen, Hühnern und Hunden auf knapp einer Hektare Land frei bewegen kann - wurde von Spaziergängern und Reitern im Wald gesichtet.

«Es kam zweimal grunzend auf mich und mein Pferd zugelaufen, als ob es sich freuen würde, endlich wieder ein Pferd zu sehen», meint Barbara Hunkeler aus Niederrohrdorf. Damit nicht genug: «Das Schwein kam sogar in die Reithalle des Rohrikerhofs in Niederrohrdorf, legte sich in den Sand und schaute uns beim Reiten zu», sagt Hunkeler und lacht. Weniger lustig fanden es die Pferde sowie die Repol Rohrdorferberg.

Mehrmals ausgerückt

«Das Schwein hielt uns eine ganze Zeit lang in Atem. Wir rückten mehrere Male aus, um es einzufangen», weiss Theres Scherer, Zivilangestellte bei der Repol. Es seien viele Telefonanrufe eingegangen. «Einige hielten das Hängebauchschwein für eine Wildsau», sagt Scherer. Ende Gut, alles gut: Bernadette Attiger konnte es mithilfe zweier anderer Personen einfangen und nach Hause bringen.

Und wenn es nicht gestorben ist, so lebt es noch heute. Und zwar dort, wo es hingehört.

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