Baden

Halbzeit beim Umbau zu «Mehr Bahnhof» ist erreicht

Die Lichter und die Leuchtreklamen weisen unmissverständlich darauf hin: Im historischen Bahnhofgebäude ist neues Leben eingekehrt.

Die Lichter und die Leuchtreklamen weisen unmissverständlich darauf hin: Im historischen Bahnhofgebäude ist neues Leben eingekehrt.

Der denkmalgeschützte Bahnhof wird zu neuem Leben erweckt, das alte Bahnhofgebäude und damit der Bahnhof Baden ist unterwegs zu «Mehr Bahnhof».

Noch steht die Fahrdienst-Kabine auf dem Perron 1 und die Fassade wartet noch auf ihre Restaurierung. Der südliche Flügel für das neue «Buvette» bzw. das Café Suisse ist von Abschrankungen umstellt und steht noch in Bau, wie auch der Brezelkönig noch nicht eingezogen ist. Doch im nördlichen Teil ist inzwischen bereits neues Leben eingekehrt. Mit andern Worten: Das alte Bahnhofgebäude und damit der Bahnhof Baden ist unterwegs zu «Mehr Bahnhof».

In der «Top-Liga» der Bahnhöfe

2,3 Millionen Franken investiert die SBB in die Erneuerung des Bahnhofs. Die zum Teil nicht mehr benutzten Räume im Erdgeschoss werden dabei einer kommerziellen Nutzung zugeführt, die den Reisenden ein grösseres Angebot ermöglichen soll. «Damit wird Baden in die Top-Liga der Bahnhöfe aufsteigen», kündigten die SBB an. Ziel ist ein lebendiger, zeitgemässer Bahnhof mit einem erweiterten Dienstleistungsangebot.

Dennoch soll gemäss Absichtserklärung der SBB das historische Cachet gewahrt bleiben. Mit dem Rückbau des Kiosks (bereits geschehen) und des Fahrdienst-Vorbaus wird das Gebäude perronseitig aufgewertet. Die SBB wollen ausserdem die Fassade des Bahnhofs sanieren und dabei auch den um das Gebäude laufenden Steinsockel erneuern. Mit dem erweiterten Angebot werde Baden zu den 23 Bahnhöfen mit dem Gütesiegel «Mehr Bahnhof» zählen.

Vor rund sieben Monaten haben die Umbau- und Erneuerungsarbeiten des 1847 erbauten und Bahnhofs Baden begonnen. Der Baubewilligung ging eine juristische Auseinandersetzung voraus, bei der es um den Schutz der historischen Bausubstanz vor übertriebenen und entstellenden Eingriffen gegangen war. Letztlich hat sich die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege eingeschaltet.

Alle sind bis jetzt zufrieden

In der alten Gepäckaufgabe hat bereits «Starbucks Coffee» den Betrieb aufgenommen. Die historischen Räume wurden mit Respekt angefasst und für den modernen Betrieb hergerichtet. Store Managerin Carina Winter und ihren Mitarbeiterinnen gefällt, an Kundschaft fehlt es nicht.

Die Kioskfrauen schwärmen vom geräumigen Lokal mit Presseecke. Ebenso fühlen sich die Mitarbeitenden des Vital-Punkt-Drogerie-Reformhauses heimisch. Der Wartsaal ist ebenfalls aufgefrischt worden. Im rückwärtigen Raum des Fahrdienstes wird bis zum Frühling noch der Brezelkönig einziehen. In einem Pavillon neben dem Bahnhof ist das «Buvette» untergebracht. Die Arbeiten des künftigen Café Suisse sind bis auf die Inneneinrichtung beendet, sodass demnächst gezügelt werden kann.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1