Seit Januar öffnet das Hallenbad Baden am Dienstag und Donnerstag neuerdings bereits um 6 Uhr statt um 9 Uhr seine Türen. Das neue Angebot «erfährt enormen Zuspruch», wie Betriebsleiter René Saurenmann auf Anfrage sagt. «Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Die Gäste schätzen es sehr, schon um 6 Uhr ihre Bahnen ziehen zu können.» Im Gegensatz zum Frühschwimmen im Terrassenbad, das seit 2016 besteht und insbesondere von Sportschwimmern genutzt wird, seien im Hallenbad auch Geniesser und Pensionierte präsent.

Rund 60 Eintritte würden an den beiden Tagen jeweils bis 9 Uhr verzeichnet. «Das ist eine beachtliche Zahl. Wir können von einem erfolgreichen Start sprechen», so Saurenmann. Aber nicht nur: Dadurch, dass das Bad früher öffnet, könne man die morgendliche Spitzenzeit um 9 Uhr abfedern. «Die Besucherfrequenz verteilt sich nun viel besser und führt zu einer Entlastung der Wasserflächennutzung.» Und das ist auch nötig: Denn seit das Hallenbad in Wettingen wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, suchen «massiv mehr Leute» das Hallenbad in Baden auf, sagt Saurenmann. Konkrete Zahlen könne er aber noch nicht vorlegen, diese würden Ende Jahr hochgerechnet.

Mehr Erklärungsbedarf

«Der Besucheranstieg freut uns sehr, stellt uns aber auch vor eine Herausforderung.» So müsse das Personal, das nicht aufgestockt wurde, beispielsweise vermehrt reinigen und Kontrollgänge durchführen. Auch bestehe erhöhter Erklärungsbedarf. «Wir spüren, dass nicht alle neuen Badegäste mit unseren Regeln vertraut sind», sagt Saurenmann. Beispielsweise müsse man hinweisen, dass das Bad nicht in Kleidern betreten werden dürfe.

Bringt die gestiegene Besucherfrequenz vermehrt Konflikte mit sich? «Klar, wenn es im Wasser eng wird, steigt das Potenzial, dass Badegäste aneinandergeraten. Doch das ist in Baden zum Glück die Ausnahme», sagt der Betriebsleiter. René Saurenmann ist gespannt, wie sich die Situation ändert, wenn das sanierte und umgebaute «Tägi» in Wettingen seinen Betrieb im Frühjahr 2020 aufnehmen wird. «Ich gehe davon aus, dass es bei uns wieder mehr Platz geben wird.»