Limmattal

Harte Zeiten für Diebe und Einbrecher – die Regionalpolizei verhaftet immer mehr

Die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal arbeitet dank 24-Stunden-Betrieb erfolgreich.

Die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal arbeitet dank 24-Stunden-Betrieb erfolgreich.

Die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal kann dank dem 24-Stunden-Betrieb deutlich mehr Kriminelle verhaften.

Seit sich die beiden Regionalpolizeien von Wettingen und Spreitenbach 2013 zusammen mit der Gemeindepolizei Würenlos zur Regionalpolizei Wettingen-Limmattal (Repol) zusammengeschlossen haben, ist das Leben für Einbrecher und Diebe deutlich schwieriger geworden: Denn wo zuvor die Polizisten im Pikettdienst buchstäblich aus dem Bett heraus zum Einsatz eilen mussten, sind nun zwei Patrouillen rund um die Uhr im Einsatz. Der Zusammenschluss ermöglichte nämlich, dass der Pikettdienst Anfang 2014 durch den 24-Stunden-Betrieb ersetzt wurde.

Seither sind die Verhaftungen im Einsatzgebiet, das die sechs Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Würenlos, Spreitenbach, Killwangen und Bergdietikon umfasst, deutlich gestiegen: Zählte die Repol für das Einsatzgebiet mit seinen rund 50 000 Einwohnern 2013 noch 96 Festnahmen, waren es 2014 bereits 105 und im vergangenen Jahr 121. «Das wäre vorher gar nicht möglich gewesen», sagt Repol-Chef Roland Jenni. «Mit dem neuen Schichtbetrieb sind unsere Einsatzkräfte schneller vor Ort.» Kommt hinzu, dass die Polizei mit dem neuen Regime nachts und an den Wochenenden deutlich präsenter ist.

Industrie und A1 sind Magnete

Kaum überraschen dürfte, dass Kriminaltouristen häufiger im Netz der Regionalpolizei landen. «Mit der Autobahn 1 ist das Limmattal bei diesen Kriminellen sehr beliebt, weil sie schnell flüchten können», erklärt Jenni. Die nächtlichen Patrouillenfahrten haben aber auch dazu geführt, dass die Polizei mehr Personen festnehmen konnte, die unter anderem von der Kantonspolizei bereits zur Fahndung ausgeschrieben worden waren. «Wer nicht gefunden werden will, der hält sich eher nachts auf den Strassen auf. Mit einem Pikettdienst, den wir zuvor hatten, bekommt man solche Leute kaum zu fassen», erklärt Jenni. Allerdings zieht nicht nur die A1 Kriminelle an, die Polizisten kontrollieren insbesondere nachts die sogenannten Industrie-Hotspots. «Wir kennen diese neuralgischen Punkte und kontrollieren sie regelmässig», sagt Jenni. Nicht selten findet die Polizei dort Tatverdächtige, nach denen gefahndet wird.

Dass man seit 2015 die Kontrolle des ruhenden Verkehrs einer privaten Sicherheitsfirma anvertraut habe, trage ebenfalls dazu bei, dass die Repol mehr Zeit für ihre Kernaufgaben habe, fügt Jenni an.

Polizisten sind zufriedener

Auch die Bürokratie ist im Vergleich zu früher einfacher geworden: Seit dem Zusammenschluss existiert nur noch ein zentraler Stützpunkt an der Landstrasse in Wettingen. Diesem ist ein Ein-Mann-Büro in Spreitenbach angeschlossen. «Dadurch konnten wir die Kommunikationswege und unsere Planung vereinfachen.»

Auch für die 35 Polizistinnen und Polizisten der Repol ist der 24-Stunden-Betrieb angenehmer. «Im Pikettdienst waren sie zwar zu Hause, aber mit dem Kopf trotzdem bei der Arbeit. Das ist weniger erholsam, als wenn man nachts im Einsatz ist und dafür tagsüber richtig frei hat», betont der Repol-Chef.

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sabgal

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