Bezirkswahl
Heisser Zweikampf um achten Sitz: Natalie Sax oder Daniel Peyer?

Im Schatten der Stadtratsersatz- und der nationalen Wahlen wählt der Bezirk Baden auch die Nachfolge für die abtretende Gerichtspräsidentin Andrea Staubli. Wer gelangt ins Gerichtspräsidium? Natalie Sax oder Daniel Peyer.

Roman Huber
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Bezirkswahl: Am 18. Oktober wird auch bestimmt, wer ins Gerichtspräsidium gelangt: Natalie Sax oder Daniel Peyer.

Bezirkswahl: Am 18. Oktober wird auch bestimmt, wer ins Gerichtspräsidium gelangt: Natalie Sax oder Daniel Peyer.

AZ

Im Schatten der Stadtratsersatz- und der nationalen Wahlen wählt der Bezirk Baden auch die Nachfolge für die abtretende Gerichtspräsidentin Andrea Staubli. Weil keine der kandidierenden Personen am 14. Juni das absolute Mehr erreicht hatte, musste auf den 18. Oktober ein zweiter Wahlgang angesetzt werden. Es treten an Natalie Sax (38) und Daniel Peyer (CVP, 42). Sax lag im ersten Wahlgang mit 9458 Stimmen vorne vor Daniel Peyer (8386) und Gabriela Furter (6654).

Bürgerliche hinter Peyer

Die bürgerlichen Parteien haben sich für Daniel Peyer, den Kandidaten der CVP ausgesprochen. Die Parteizugehörigkeit der Richterpersonen geht auf eine alte Tradition zurück. Früher wurden alle Richtersitze, sowohl diejenigen des Gerichtspräsidiums als auch diejenigen der Laienrichter, jeweils gemäss dem Parteistimmenverhältnis der Grossratswahlen unter den Parteien verteilt. Dieser Parteischlüssel hat inzwischen als Vorgabe für die Richterwahlen an Bedeutung verloren. Heute gelten Richterwahlen eher als reine Persönlichkeitswahlen.

Die zu wählende Person wird zusammen mit den andern sieben Gerichtspräsidenten und -präsidentinnen als Profi-Richter für Verhandlungsführung und Prozessleitung zuständig sein. Die Gerichtspräsidenten führen auch den Rechtsschriftenverkehr und treffen die für ein Gerichtsverfahren notwendigen Abklärungen. Als Nachfolgerin von Andrea Staubli steht auch der Kindes- und Erwachsenenschutz auf der Aufgabenliste. Für den Kesb gilt es Gefährdungsmeldungen zu prüfen und Massnahmen zu beschliessen.

Beide Kandidierenden bringen dafür Erfahrungen mit: Peyer als Ersatzrichter am Obergericht, Sax als langjährige Gerichtsschreiberin am Bezirksgericht in Baden. Beide haben das Rechtsanwaltspatent des Kantons. Sax absolvierte eine Ausbildung als Mediatorin, Peyer eine Weiterbildung an der Richterakademie. Der Wahlausgang wird mit Spannung erwartet. Sax würde den dritten «Frauen-Sitz» am Gericht sichern, Peyer ist Wunschkandidat der bürgerlichen Parteien. Entscheidend wird sein, wem Nichtbürgerliche und Frauen die Stimmen geben werden.

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