Windenergie

Heitersberg: Windkraft-Befürworter verzichten auf eine Beschwerde

Das geplante Windrad auf dem Heitersberg

Das geplante Windrad auf dem Heitersberg

Vorläufig hat das Hin und Her für oder gegen den Bau der Windenergieanlage auf dem Heitersberg ob Remetschwil ein Ende. Die Mittelland Windenergie GmbH will nun den ordentlichen Weg über die Nutzungsplanänderung gehen.

Vor einem Monat hat der Regierungsrat bekannt gegeben, dass er einer Ausnahmebewilligung für den Bau der Windenergieanlage auf dem Heitersberg ob Remetschwil nicht stattgeben wird. Denn die Anlage würde in einer Landschaftsschutzzone zu stehen kommen, in der es verboten ist, Bauten zu erstellen.

Die Mittelland Windenergie GmbH hätte nun in einer Frist von 30 Tagen Beschwerde gegen diesen Entscheid einlegen können. Sie hat aber beschlossen, den Fall nicht ans kantonale Verwaltungsgericht weiterzuziehen. «Mit knapper Mehrheit haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft IG Wind plus, Heitersberg, beschlossen, sich nicht weiter gegen die Ablehnung einer geplanten Windenergieanlage auf dem Heitersberg zu wehren», steht in der Medienmitteilung.

«Uns wurde empfohlen, die Revision des kantonalen Richtplanes und die Erarbeitung der detaillierten Planungsgrundlagen abzuwarten», sagt Geschäftsführerin Theres Meier-Wettstein. So hat beispielsweise der Nachbarkanton Solothurn bereits 2010 eine Anpassung im Richtplan vorgenommen. Mit dieser Anpassung sind die potenziellen Gebiete, in denen Windkraftwerke errichtet werden könnten, bereits im Richtplan als «Gebiete für Windparks» niedergeschrieben worden.

Hellgrünes Licht von Seiten des Kantons

Doch hellgrünes Licht kam vor einigen Wochen von Seiten des Kantons. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt arbeite an einem Konzept zur Nutzung der Windkraft im Kanton Aargau aus, auch eine Gebietsfestlegung im Richtplan werde geprüft. Dazu Werner Leuthard, Leiter der Abteilung Energie: «Diese beinhaltet insbesondere eine Eingrenzung der möglichen Gebiete für grosse Windkraftanlagen auf wenige, generell geeignete Standorte. Die Entscheide sollen jedoch im Nutzungsplanverfahren vorbereitet und gefällt werden.»

Doch auf dem Heitersberg soll kein Winspark, sondern nur eine einzige Windenergieanlage entstehen. Diese soll Strom für rund 1000 Haushalte liefern. «Wir wollen eine Bürgeranlage erbauen und dafür wollen wir die Bürger hinter uns haben», sagt Theres Meier Wettstein. «Wir gehen nun den Weg über die Umzonung, in der Hoffnung, dass so der Weg frei wird.»

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