Der Verwaltungsrat der Regionalwerke AG Baden hat einen Kredit von 15 Mio. Franken für den Bau einer neuen Energiezentrale bewilligt. «Wir machen damit einen grossen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energiezukunft», erklärt Christoph Umbricht, Geschäftsführer der Regionalwerke AG Baden.

Die geplante Anlage wird aus nachwachsenden Rohstoffen einen grossen Teil der benötigten Wärme für die Fernwärmekunden in Dättwil erzeugen. Dazu werden jährlich rund 7250 Tonnen Energieholz benötigt. Als Brennmaterial wird ein Mix aus Landschaftspflegeholz und Waldhackschnitzel eingesetzt. Dieses soll in einem Umkreis von weniger als 20 Kilometern rund um den Standort des Werkhofs Eschenbach als nachwachsendes Energieholz anfallen.

Die neue Heizzentrale wird die bestehende beim Kantonsspital ergänzen. Nebst der jährlichen Produktion von 13,25 Mio. Kilowattstunden an Wärme wird die Anlage zusätzlich 4 Mio. Kilowattstunden Strom liefern können. Damit wird die Energiezentrale nicht nur den eigenen Strombedarf decken können, sondern auch denjenigen von rund 700 Haushalten in Dättwil.

Standort Forstwerkhof

Als optimaler Standort hat sich der Werkhof des Stadtforstamtes im Eschenbach (Segelhof) ergeben. Die Zentrale kommt zwar auf die andere Seite der Autobahn zu liegen. Diese muss also zuerst unterquert werden, damit die Leitung ans Fernwärmenetz in Dättwil angedockt werden kann. Der Standort ist aber verkehrstechnisch bestens erschlossen. Stadtforstamt und Regionalwerke versprechen sich zudem einige Synergien. Die Maschinenhalle wird in Holz gebaut, der Anlieferungsbunker in Beton. Die Heizzentrale, die nächstes Jahr in Bau gehen wird, löst das ehrgeizige Projekt «Energie-Hub» ab, bei dem mit Holz auch Erdgas produziert worden wäre. Das Projekt ist aus Kostengründen gescheitert.