Herr Villiger, Sie treten eine Stelle an, über die Badener Politiker zuletzt viel diskutiert haben. Ein FDP-Einwohnerrat befürchtete, es werde sich wegen der schwierigen Situation im Stadtrat nur die zweite Garnitur bewerben.

Christian Villiger: Ob ich erste, zweite oder dritte Garnitur bin, ist für mich unwichtig. Entscheidend wird meine Leistung und die der Verwaltung sein, daran wird man meine Arbeit dereinst beurteilen können. Ich bin aber überzeugt, dass ich einen grossen Erfahrungsschatz für diese Stelle mitbringe. Ausserdem kenne ich viele Leute in der Region Baden und ich bin gut vernetzt.

Was motiviert Sie an diesem Job?

Ich bin in Baden aufgewachsen, die Stadt liegt mir am Herzen. Als die Kündigung meines Vorgängers bekannt wurde, habe ich mich für diese Position interessiert, noch bevor die Stelle ausgeschrieben war. Ich übernehme gerne Verantwortung und die Position ist ausgesprochen interessant und abwechslungsreich.

Sie werden bei der Stadt 19 Abteilungen mit rund 300 Mitarbeitenden leiten. Was für ein Chef sind Sie?

Ich versuche, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubinden und sich entfalten zu lassen. Aber ich fordere auch viel und verlange, dass Abmachungen eingehalten werden. Ein motiviertes Arbeitsklima ist eine wichtige Grundvoraussetzung für gute Leistungen. Ich versuche gleichzeitig, jederzeit eine Vorbildfunktion auszuüben. Die Arbeit und Zusammenarbeit muss auch Spass machen.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Diese Frage kann ich noch nicht beantworten, dafür ist es noch zu früh.

Vor einem Jahr haben Sie ein eigenes Unternehmen gegründet, Sie beraten KMU im Bereich Qualitätssicherung und Management. Was passiert mit Ihrer Firma?

Die Stelle als Verwaltungsleiter in Baden wird meine volle Aufmerksamkeit und Energie beanspruchen, sie lässt keinen Raum für diese Selbstständigkeit. Darum werde ich die Arbeit im Unternehmen einstellen. Dies ganz ohne Bedauern, denn die neue Aufgabe reizt mich sehr und ich freue mich riesig auf die Herausforderung.

Sie haben sich zuletzt stark und erfolgreich für das Hallen-Projekt Go-Easy in Siggenthal eingesetzt, in dem unter anderem der TV Endingen seine Handball-Spiele austragen wird. Setzen Sie dieses Engagement fort?

Ich bin Verwaltungsrat bei der GoEasy Freizeit & Event AG, diese Nebenbeschäftigung möchte ich nach Absprache mit dem Stadtrat weiterführen. Bis im August wird sich meine Tätigkeit für dieses Projekt aber stetig reduzieren.