Baden
Heute Abend fällt der erste Entscheid im Projekt Schulhausplatz

Nach vielen Jahren der Evaluation, der Diskussion und der Planung geht es heute Abend im Einwohnerrat Baden um den ersten Entscheid in Sachen Schulhausplatz. Mit Ausnahme der Grünen stehen alle hinter dem vorliegenden Projekt.

Roman Huber
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So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen
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Die Situation heute
Einer der am stärksten belasteten Verkehrsknoten der Schweiz
Der Schulhausplatz in Baden wurde in den 60er-Jahren erstellt. (Bild von 1965)
So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen
So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen
Schulhausplatz Knoten Weite Gasse
Aufgang Bezirksgebäude
Haltestelle Hochbrücke
Schulhausplatz Knoten Abgang

So soll der Verkehrsknoten Schulhausplatz in Baden aussehen

AZ

50 Jahre ist es her seit der grossen Verkehrssanierung. Inzwischen ist die meistbefahrene Kreuzung am Kanton nicht nur durch den Verkehr überlastet, sondern auch längst sanierungsbedürftig.

Schulhausplatz: Projekt in Kürze

Das Schulhausprojekt gliedert sich in folgende Projektteile:
- Kreuzung mit (neu) Doppelspuren in Richtung Schlossberg (Brugger- strasse), wird verschoben gegen das Bezirksgebäude
- Busführung stadtauswärts durch die Tunnelgarage
- Busrampe auf Bruggerstrasse mit Bypass Richtung Mellingerstrasse
- Bustunnel unter dem Schulhausplatz hindurch zur Hochbrücke
- unterirdische Ebene für Fussgänger und für Velofahrer mit Ladeneinbauten, die das direkte Unterqueren des Schulhausplatzes in alle Richtungen ermöglicht
- ausser den Linien 5 und 9 busfreie Weite Gasse
- Neubau Haus Cachet (Bahnhofstr. 7) für Bushaltestelle Schlossberg (rr)

Mit Ausnahme der Grünen stellen sich alle Fraktionen hinter die vorliegende Neugestaltung der Kreuzung mit ihren Teilprojekten, wenn auch unterschiedlich begeistert. Die Notwendigkeit des Projekts sowie die Tatsache, dass es sich nicht länger hinausschieben lässt, ist erkannt.

SP und Team fordern eine ständige Überwachung (Monitoring) der Verkehrsverhältnisse, um wenn nötig flankierende Massnahmen zu ergreifen. Einzig die Grünen lehnen die Vorlage ab. Sie sehen im Projekt zu viele Nachteile für den Fussgänger- und den Veloverkehr. Die gesamte Erneuerung mit ihren Projekten wird die Stadt rund 50 Mio. Franken kosten. Würde man sich auf die Sanierung beschränken, so wären es lediglich 20 Mio. Franken weniger.

Es werden alle profitieren

«Der Handlungsbedarf wird anerkannt. Wir haben nun ein mehrheitsfähiges Projekt, von dem alle Verkehrsteilnehmenden, die Stadt und ihre Bevölkerung profitieren werden», sagt Stadtammann Stephan Attiger. Er präzisiert, dass es sich um ein Vorprojekt handle, das im weiteren Verlauf noch verbessert werden soll.

Die Schulhausplatz-Vorlage habe einen breit abgestützten Prozess hinter sich, erklärt Attiger. Dabei habe die einwohnerrätliche Begleitkommission eine wichtige Arbeit geleistet und wertvolle Inputs gegeben. Laut Attiger ist jedoch der Entscheid gekommen, um den grundlegenden Entscheid zu fällen. «Es ist ein Generationen-Projekt, das die Stadt nachhaltig aufwerten wird», so Attiger. Bei einer Ablehnung werde der Kanton eine Sanierung ohne Verbesserungen durchsetzen, ist er überzeugt.