Spreitenbach
Heute Obstbäume - morgen ein neues Quartier mit 160 Wohnungen

Auf dem Areal Kreuzäcker entstehen Wohn- und Gewerbebauten für 81 Millionen Franken. Darunter ein Viersterne-Hotel, eine Kindertagesstätte, eine Haltestelle für die Limmattalbahn, Gewerberäume und vor allem: 160 Wohnungen.

Dieter Minder
Merken
Drucken
Teilen
Im Obstgarten stehen die Bauprofile für die neue Überbauung.DM

Im Obstgarten stehen die Bauprofile für die neue Überbauung.DM

Die geplante Wohn- und Gewerbeüberbauung Kreuzäcker (WGK) in Spreitenbach hat es in sich: Wenn die neun Gebäude umfassende Überbauung bezogen ist, wird die Bevölkerung von Spreitenbach um rund 400 Personen ansteigen. Auf rund 81 Millionen Franken sind die Baukosten veranschlagt.

Das Grossprojekt basiert auf einem rechtskräftigen Gestaltungsplan Kreuzäcker mit einer vorangegangenen Testplanung. Dabei war der Umgang mit dem Siedlungsrand besonders wichtig. Mit diesem Projekt wird der heutige Spreitenbacher Siedlungsrand zwischen Industriestrasse und Landstrasse deutlich in Richtung Dietikon verschoben. Am südöstlichen Rand des Areals beginnt der im Richtplan des Kantons Aargau eingetragene Siedlungstrenngürtel (Landwirtschaftszone), der bis zum Gewerbegebiet Asp reicht. Den nordöstlichen Rand des Baugebietes Kreuzäcker bildet der Dorfbach. Weitere Themen der Testplanung waren die Integration der Haltestelle der Limmattalbahn und die Qualität der Wohnungen gewesen.

Das Areal (WGK) ist in zwei Baufelder aufgeteilt. Das Baufeld A, auf dem die Investoren ihre Gebäude realisieren wollen, und das Baufeld B, auf dem noch nicht gebaut werden darf. «Dies ist eine strategische Reserve für eine sinnvolle Innenverdichtung», sagt Bauverwalter Oliver Lovisetto. Deshalb sind die geplanten Gebäude entlang der Landstrasse und der Industriestrasse sowie in der südöstlichen Hälfte des Areals konzentriert. «Wenn einmal nachverdichtet werden sollte, könnten auf dem Baufeld B weitere Häuser entstehen», sagt Lovisetto. Das wird aber noch eine weitere Zonenplanänderung bedingen, denn die Gebäude, für die jetzt die Baugesuchsverfahren angelaufen sind, nutzen die erlaubte Fläche ganz aus.

Zwei Bauherren, eine Siedlung

Bauherren der Anlage sind die Wartmann Immobilien AG Brugg und die Immo Invest Partner AG, Glattbrugg. Die Wartmann Immobilien AG plant am südöstlichen Teil des Areals vier Gebäude. Die Grundfläche der fünfstöckigen Gebäudekörper mit Flachdach weist bis zu sieben Ecken auf. Damit wird der Übergang zur benachbarten Landwirtschaftszone aufgelockert. Für die Autos ist eine unterirdische Tiefgarage vorgesehen. Die Wartmann Immobilien AG will in das Projekt rund 21,6 Millionen Franken investieren. Den grösseren Teil der Überbauung, für rund 59 Millionen Franken, plant die Immo Invest Partner AG. Ihre beiden Wohnhäuser sind von der Grundfläche her ähnlich konzipiert wie diejenigen der Wartmann Immobilien AG. Markant sind dagegen die Längsbauten an der Landstrasse und der Industriestrasse. In Letzterem ist das Hotel vorgesehen und in unmittelbarer Nähe wird die Haltestelle der Limmattalbahn angelegt. «Diese wird ein wichtiger Umsteigeknoten», ergänzt Lovisetto. Die Passagiere sollen dort vom Zug in den Bus wechseln können. Dieser soll die Verbindung von der Bahn in die bergseitigen Wohnquartiere sicherstellen.

Die Landstrasse in Spreitenbach entwickelt sich in den nächsten Jahren zum städtischen Zentrum. Neben der geplanten Überbauung WGK wird die Wohn- und Gewerbesiedlung Grabäcker erstellt. Hier entstehen gegen 80 Wohnungen.