Baden

Hier bringt Stress das Publikum im Badener Nordportal zum Kochen

Nur 5 Monate nach seinem letzten Auftritt am Stadtfest stand der Rapper Stress wieder in Baden auf der Bühne. «Es war mega heiss, aber es war auch mega toll», erinnerte sich der Lausanner an sein letztes Konzert in Baden.

Bereits zu dieser Zeit arbeitete Stress gemeinsam mit Bastian Baker und dem Pegasus-Sänger Noah Veraguth an seinem neusten Album «Noël's Room», aus dem er am Samstag ebenfalls einige Stücke vortrug. Im Vordergrund stand beim Konzert im Badener Konzertlokal Nordportal allerdings Stress‘ siebtes Soloalbum «Renaissance II».

Quelle: Sandra Ardizzone

Stress feat. Karolyn «We found love» im Nordportal

Während 90 Minuten zeigte der gebürtige Este, dass er auch mit 35 Jahren noch weiss, wie man ein Publikum mitreisst. Und dies, obwohl die mehrheitlich weiblichen Besucher teilweise jünger als zehn Jahre waren.

Wasser für das Publikum

Spätestens beim Lied «Saint Profit» gab es für das junge Publikum kein Halten mehr. In gewohnter Stress-Manier hüpfte der Künstler während des ganzen Liedes von Strobo-Lichtern beleuchtet auf der Bühne herum und riss mit seiner Performance das gesamte Nordportal mit. Wer bis dahin noch nicht getanzt hatte, hüpfte spätestens jetzt, bis ihm der Schweiss in Strömen herunterlief. Als Erfrischung verteilten Stress danach Wasserflaschen an die Konzertbesucher, während er sie mit witzigen Sprüchen unterhielt.

Quelle: Sandra Ardizzone

Stress singt «Saint Profit» im Nordportal

In charmantem Deutsch mit französischem Akzent erzählte Stress von Bastian Bakers Grosi, die am Samstag Geburtstag feierte («ohni Scheiss») und von seinem letzten Konzert im Nordportal 2010, nach dem seine Rückenschmerzen so stark waren, dass er ans Aufhören dachte. „Ich glaubte, ich kann nicht mehr und muss meine Karriere aufgeben", sagte Stress. Diese schwere Zeit verarbeitete der Rapper schliesslich auf der Single «Elle» und dankte seinen Fans nach der Performance für die Unterstützung.

Herzchen und lange Unterhosen

Nicht fehlen durften am Konzert ausserdem Stress‘ Schützling M.A.M und seine Geheimwaffe Karolyn, die ihn seit seinem dritten Album «Renaissance» (2007) immer wieder bei Liedern begleitet und den teilweise harten Stücken durch ihre Stimmgewalt eine sanfte, poppige Note gibt. Sie performte auch Rihannas «We found love», bei dem das Publikum mit den Händen Herzchen formte.

Die Überraschung des Abends war, als Stress eine junge Frau aus dem Publikum auf die Bühne holte. Gemeinsam mit Vanessa aus Baden tanzte der Rapper während eines Liedes und brachte die Stimmung auf einen Höhepunkt. Einzig modetechnisch hätte Stress noch eins drauflegen können: Unter seinen Militär-Print-Shorts trug der Rapper lange Unterhosen. Und das, obwohl es auch im Nordportal gegen Ende «mega heiss und mega toll» wurde.

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