Baden
Hier entsteht ein neuer Stadtteil

Während Jahren wurde geplant und entwickelt. Für die Bevölkerung indes gab es wenig sichtbare Resultate. Jetzt geht der Sondernutzungsplan «Bäder» in Mitwirkung.

Roman Huber
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Obschon sich Architekt Mario Botta sehr zurückhaltend gegenüber den heutigen Darstellungsmöglichkeiten zeigt, liefert er mit seinen Visualisierungen viel Informationen. Sie zeigen das Richtprojekt des neuen Thermalbades mit unterirdischer Parkierung, wie es demnächst als Bestandteil im Sondernutzungsplan öffentlich aufgelegt wird. Noch nicht so weit ist laut Angaben der Stadt das projektierte Wohn- und Ärztehaus im Limmatknie. Am Baukörper, der auf vier Geschosse (plus Attika) reduziert worden ist, wird weitergeschliffen, wobei Höhe und Mantellinie festgelegt sind.

Die Stadt leistet ihren Beitrag

Die Verenahof AG verhilft mit ihren Projekten und dem Botta-Bad der Stadt zu einem neuen Stadtteil. Der grosse Bäderbau – für den Benno Zehnder, VR-Präsident Verenahof AG, den Gesellschaftsnamen Thermalbaden AG gesichert hat – wird den Gästeteil mit einer Aussen- und Innenbadeanlage mit Sauna- und Beautybereich beherbergen. Damit erfolgt auch eine städtebauliche Trennung zum alten Bäderquartier, wo die weiteren Nutzungen einquartiert sind.

Die Betreiber sind weitgehend bekannt. Die Stiftung Bad Zurzach sowie die Reha-Clinic konnten in der neu gegründeten Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden als Partner gewonnen werden. Sie werden das neue Bad bzw. Klinikteil mit Hotel betreiben. Für diese beiden Projekte steht die Verenahof AG als Partnerin zurzeit mit institutionellen Anlegern aus der Schweiz in Verhandlung.

Die Stadt gedenkt den aufgewerteten Ochsenpark von der Verenahof AG zu übernehmen. Sie wird sich im öffentlichen Raum, so unter anderem beim Kurplatz, engagieren. Laut Stadtammann Stephan Attiger prüfe der Stadtrat zudem, ob eine operative Beteiligung am Parkhaus oder am Badbetrieb für die Stadt Sinn mache.