Baden
Hier gibt es kulinarische Besonderheiten in urbaner Idylle

Im Hof des Blue City Hotels Baden wurde diesen Sommer der StadtGarten als kleine Outdoor-Oase eröffnet.

Ursula Burgherr (Text/Foto)
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Koch Dominik Lanter (r. ) mit Gast der StadtGarten-Lounge.

Koch Dominik Lanter (r. ) mit Gast der StadtGarten-Lounge.

Der Wind streicht durch Bambussträucher und Schilfgräser. Ihr sanftes Rauschen mischt sich mit den Klängen eines Glockenspiels. Bunte Lampions wiegen unter riesigen Sonnenschirmen hin und her.

Stadt Garten Baden, Blue City Hotel

Haselstrasse 17, Baden, Tel. 056 200 18 18.
Öffnungszeiten: Mo bis Do und So ab 17 Uhr,
Fr ab 16 Uhr, Sa ab 18 Uhr.
www.stadtgarten-baden.ch

Überall stehen Töpfe mit Basilikum, Thymian, Salbei und anderen Küchenkräutern. Schlichte Gartenmöbel aus Holz und zwei gemütliche Lounges sorgen für eine mediterrane Atmosphäre.

Die Idylle im StadtGarten wäre ohne den zeitweiligen Lärm der vorbeibrausenden Busse und Autos auf der Haselstrasse nahezu perfekt. Diesen Sommer wurde die 40 Plätze umfassende kleine Oase im Innenhof des Blue City Hotels eröffnet und ist gut besucht – aber nicht überlaufen.

Küchenchef Dominik Lanter, der seit sieben Jahren die Gäste im nebenanliegenden Restaurant Lemon bekocht, verwöhnt nun mit seinem Team auch die neue Klientel im StadtGarten.

Empfehlenswert für den «Gluscht» ist der StadtGarten-Apéro für 23 Franken pro Person (ab 4 Personen) mit exklusiven Häppchen wie Erbsen-Koriander-Kaltschale, Minipastetli mit Brie-Trüffelmousse, Prussiens mit Rohschinkenfüllung und so weiter. «Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern etwas Spezielles bieten, das sie nicht überall bekommen», sagt Lanter.

So ist auch der klassische Crevetten-Cocktail mit Mango und Sonnenblumenkernen angereichert und statt des traditionellen Vitello Tonnato findet man auf der Karte eine Variation mit Huhn – das Pollo Tonnato.

Plan B für Vegetarier

Zu den Spezialitäten des Hauses gehören Rindsfilet oder Lamm-Entrecôte, die auf dem «heissen Stein» serviert werden. Die dazugehörige Kräuterbutter, Barbecue-Sauce und Knoblauchmayonnaise sind genauso wie alle Würzmischungen und Saucen hausgemacht.

Eine weitere Gaumenfreude ist die Lemon-Pfanne mit gebratenen Lammstreifen oder Pouletgeschnetzeltem, das mit Gemüse und Pommes vermischt an den Tisch kommt. Die Portionen sind ordentlich, und die Preise für die Hauptspeisen (zwischen 24 und 37 Franken) liegen im mittleren Bereich.

Im Verhältnis eher hochpreisig, aber lecker ist das Rinds-Tatar (22 Franken als Vorspeise und 32 Franken als Hauptspeise). Alles ist hübsch angerichtet, nach dem Motto «Das Auge isst mit».

Vegetarier kommen zu kurz. Der grosse Vorteil des StadtGartens ist aber, dass man jederzeit etwas von der Karte des Restaurants Lemon bestellen kann. Diese weist eine reiche Auswahl an fleischlosen Speisen vor.

Weiss- und Rotweine europäischer und südamerikanischer Provenienzen und die übliche Getränkeauswahl werden mit hausgemachter Limonade und einen tagesaktuellen Cocktail ergänzt. Am günstigsten ist das Hahnenwasser, es kostet 2 Franken pro Halbliter.

Allerdings kommen die Einnahmen vollumfänglich für gemeinnützige Zwecke der Organisation Wasser für Wasser zugute. An einem warmen Sommertag ist ein Besuch im StadtGarten gegen Abend empfohlen, da es im Hof tagsüber sehr heiss werden kann.