Baden
Hier herrscht die Leere, dort der Kampf um Badegäste

Gähnende Leere: Baden Seit mehr als einer Woche ist das öffentliche Thermalbad geschlossen. Nun buhlen Badeanlagen im Bäderquartier, Bad Zurzach und Schinznach um die Gunst der Besucher.

Din Badara Ndiaye
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Kaum ist das Thermalbad kalt, gehen die Konkurrenten in Bad Zurzach und Schinznach in die Offensive. Heike Grasser

Kaum ist das Thermalbad kalt, gehen die Konkurrenten in Bad Zurzach und Schinznach in die Offensive. Heike Grasser

Seit der Schliessung des Thermalbades in Baden vor einer Woche herrscht gähnende Leere in den Wasserbecken. Auch sonst ist es im Bäderquartier bedeutend ruhiger geworden. Eine jahrzehntelange Tradition ist zu Ende gegangen. Andere Bäder wie das Thermalbad Zurzach oder der Limmathof Baden wollen die Badegäste nun an Bord holen.

Die Gäste sind auf Bade-Alternativen angewiesen. Wer noch im Besitze eines gültigen Abonnements vom Thermalbad Baden ist, kann dieses gratis im Thermalbad Zurzach nutzen. Gutscheine können bis Ende dieses Jahres eingelöst werden.

Gute Zahlen in Bad Zurzach

«Wir können, trotz des warmen Wetters, einen Zuwachs an Eintritten verzeichnen», sagt Dominik Keller, Geschäftsführer der Thermalbad Zurzach AG. Die Zahlen liegen deutlich über jenen aus dem Vorjahr. Eine genaue Auswertung werde Ende Juli vorliegen. Das Ziel sei, alle Badener Stammgäste zu übernehmen. Doch ein Wechsel von Baden nach Bad Zurzach bringt für einen Teil der Besucher mehr Nachteile als Vorteile. Der längere Anfahrtsweg und der damit verbundene Zeitaufwand ist vor allem für ältere Personen umständlicher.

«Das Thermalbad Zurzach ist gut erschlossen», so Keller. «Wenn das Bedürfnis besteht, sind wir bereit, wöchentliche Shuttle-Busse von Baden nach Bad Zurzach zu organisieren.» Eine nähere Alternative bietet der Spa-Bereich des «Limmathofs» in Baden.

Geschäftsführerin hofft auf ehemalige Gäste

«Es ist ein Irrsinn, ältere Personen aus der Region zum Baden nach Bad Zurzach oder Schinznach-Bad zu schicken», sagt Athanassia Graf-Galanis. Die Geschäftsführerin des «Limmathofs» hofft darum, dass viele ehemalige Thermalbadgäste das Angebot im «Limmathof», «Schweizerhof» oder «Hirschen» nutzen. Bei den Eintrittszahlen konnte bereits eine leichte Bewegung nach oben festgestellt werden. Von einem grossen Ansturm kann man laut Graf-Galanis allerdings noch nicht sprechen.

Bis das geplante neue Thermalbad der Verenahof AG in Betrieb genommen werden kann, wird es voraussichtlich 2015 werden.