Baden
Hier ist Deutsch die Fremdsprache

Die Zurich International School präsentiert ihr erstes Klassenzimmer im Neubau Lindenareal in Baden. Die Stadt werde von der Schule mit internationalem Standard profitieren, sagt Jeff Paulson, Direktor der Zurich International School.

Florian Zimmermann
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Jeff Paulson, Direktor der Zurich International School, und Ji Han, Rektorin des Standorts Baden,präsentieren das erste Klassenzimmer im Neubau im LindenarealEmanuel Freudiger

Jeff Paulson, Direktor der Zurich International School, und Ji Han, Rektorin des Standorts Baden,präsentieren das erste Klassenzimmer im Neubau im LindenarealEmanuel Freudiger

«Baden profitiert davon, eine Schule mit internationalem Standard zu haben», sagt Jeff Paulson, neuer Direktor der Zurich International School.

Dies bestreitet auch Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing der Stadt Baden, nicht: «Die Schule macht Baden zu einem attraktiven Standort für internationale Firmen.»

Immer wieder holt die ABB oder Alstom ausländische Fachleute für ein mehrjähriges Projekt nach Baden. «Damit die ‹Expats› ihre Familien nach Baden nehmen können, braucht es eine Schule mit einem internationalen Lehrplan», sagt Lütolf.

Die Zurich International School baut ihren fünften Standort mit dem Neubau auf dem Lindenareal weiter aus. Noch sind keine Möbel oder Tische vorhanden. Nur ein Schulzimmer wurde bereits komplett eingerichtet.

Die Gelegenheit nutzt die Schule und lädt heute zum Tag der offenen Türe ein. Paulson präzisiert: «Wir erklären den Besuchern unsere Philosophie und stellen die Besonderheiten einer internationalen Schulbildung vor.»

Höheres Wachstum als erwartet

Der bisher jüngste Schulstandort verzeichnete in den letzten Jahren mit Abstand das grösste Wachstum. Dies bestätigt Ji Han, Rektorin des Standorts Baden: «Wir haben mit 23 Schülern in Baden begonnen, heute gehen über 150 Schüler bei uns ein und aus.»

Der Neubau bietet neben 30 Schulzimmern und der Mensa auch eine moderne Bibliothek. Auch Labor- und Kunsträume werden in der Schule, die sechs von insgesamt sieben Stockwerken des Neubaus einnimmt, vorhanden sein. Mit einer maximalen Kapazität von 250 Schülern fühlt sich die Schule für die nächsten Jahre gerüstet.

Deutlich anderer Lehrplan

Kriegt die öffentliche Schule nun ernsthafte Konkurrenz? Alex Grauwiler, Geschäftsleiter der Volksschule Baden, verneint: «Unsere Lehrpläne unterscheiden sich deutlich voneinander.»

Die Zielkunden der beiden Schulen seien kaum identisch. Bei einer genaueren Betrachtung der internationalen Schule werden die Unterschiede offensichtlich. So ist die Unterrichtssprache Englisch. Deutsch wird meist als Fremdsprache gelehrt. Dies ist nicht verwunderlich, gehen doch Kinder aus mehr als 35 Nationalitäten am gleichen Ort zur Schule.

Ji Han sieht noch weitere Unterschiede: «Wir testen nicht nur das Wissen unserer Schülerinnen und Schüler, wir fördern auch von Beginn an ein selbstständiges Lernen im eigenen Tempo.»

Durch Interviews, Essays und Vorträge zeigen die Schüler ihren Wissensstand. Probleme können die Jugendlichen mit geschulten Lehrkräften besprechen und so an ihren Schwächen arbeiten. «Wir wollen die Schüler individuell fördern und ihre Stärken ausbauen», sagt Ji Han weiter.

Die Schule nimmt bereits ab dem 3. Altersjahr Kinder in die Vorschule auf und entlässt sie nach 12 Jahren regulärer Schulzeit in die Berufswelt.

Je nach Leistungsausweis können mit dem international gültigen Abschluss auch Universitäten weltweit besucht werden.

Grösster Vorteil: Schülerinnen und Schüler können durch den internationalen Lehrplan die ersten drei Jahre in der Schweiz absolvieren und danach ihre Schullaufbahn ohne Wissenslücke beispielsweise in den USA fortsetzten. Die internationale Schule wird den Neubau im August beziehen und plant am 6. September ein offizielles Einweihungsfest.

Tag der offenen Tür, Samstag 27. April, von 11 Uhr bis 14 Uhr, Neubau auf dem Lindenareal

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