Baden

Hier wird die Geschichte der Bäder inhaliert

Seit dieser Woche kann man sich im ehemaligen Badener Inhalatorium über die Geschichte und die neuen Projekte in den Bädern informieren.

Vor einem Monat erfolgte der Spatenstich zum Bau für das neue Thermalbad, das Ärztehaus sowie die Gesundheitsklinik im Verenahof-Geviert. Seither verändert sich das Bild des Bäderquartiers fast täglich – nach Jahren des Stillstands tut sich endlich etwas.

Um der Bevölkerung ein besseres Bild über die Geschichte der Bäder und die aktuellen Bauvorhaben zu vermitteln, steht im denkmalgeschützten Inhalatorium – dieses befindet sich zwischen Hotel Limmathof und Schiefer Brücke – seit Donnerstag das «Bäder-Infocenter» offen. «Der Bau des neuen Thermalbades wird zahlreiche Besucher in die Bäder locken», ist Sabine Dyer-Smith, Projektleiterin beim Standortmarketing der Stadt Baden, überzeugt. «In Zusammenarbeit mit der Stiftung für Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden und weiteren Partnern wollen wir mit dem Infocenter die heute bestehenden Angebote und die geplanten Projekte während der Bauphase in einer besonderen Form der Öffentlichkeit näher bringen», erklärt Dyer-Smith.

Täglich zehn Stunden geöffnet

Der beeindruckende Weg des Thermalwassers über Tausende von Jahren sei ebenso Teil dieser Ausstellung wie die bewegte Gegenwart und die chancenreiche Zukunft rund um die bedeutenden Bäder von Baden. «Woher kommt das mineralreichste Thermalwasser der Schweiz? Was ist seine Wirkung?» Antworten auf diese Fragen liefert das Bäder-Infocenter. «Es gibt geologische Erklärungen sowie spannende Geschichten und Legenden», sagt Dyer-Smith. Hierfür habe man auch mit dem Historischen Museum Baden zusammengearbeitet. Besucher würden mit all ihren Sinnen – Touch-Screens und eine Hörgeschichte inklusive – Bemerkenswertes über die Kraft des Thermalwassers und dessen Ursprung erfahren. «An verschiedenen Installationen kann das Element Wasser auf spielerische Art entdeckt werden.» Das Bäder-Infocenter steht allen offen. Es richtet sich sowohl an die Bevölkerung wie auch an Gäste, Familien, Flanierende und Architekturinteressierte und wird ebenfalls für Stadtführungen genutzt. Es ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Doch nicht nur im Bäder-Infocenter ist das 47 Grad warme Thermalwasser erlebbar, sondern auch an anderen Orten im Bäderquartier. Sei es beim Fussbad auf der Thermalbank oder im «Bagno Popolare», dem temporären öffentlichen Gratis-Badebecken.

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