Die Holzbalken sind angefault, die Ziegel beschädigt: Die 58 Meter lange, gedeckte Brücke von Turgi nach Ennetturgi wird renoviert und deswegen ab Montag bis Ende April gesperrt.

Für die Renovation des historischen Bauwerks hatten die Turgemer Stimmbürger letzten Sommer einen Kredit von 335 000 Franken genehmigt. Die Industriellen-Brüder Heinrich junior und Rudolf Bebié liessen 1845 einen Limmatübergang von Turgi nach Ennetturgi erstellen. 1919 war die Brücke so baufällig, dass der Regierungsrat sie sperrte. 1921 wurde die Brücke gebaut, die heute noch steht. Verschiedene Balken der Bebié-Brücke wurden wiederverwendet.

Letztmals gründlich saniert wurde der Flussübergang vor 25 Jahren. Die Holzpfähle unter Wasser wurden durch Betonfundamente ersetzt. Nun wurden neue Schäden entdeckt – Teile mit viel zu hoher Holzfeuchtigkeit oder auch kleinere Schäden am Ziegeldach.

Mit den Vorarbeiten für die Sanierung ist gemäss Gemeinderat Turgi bereits losgelegt worden. Vorgesehen sind in den kommenden Wochen Betonarbeiten im Unterwasserbereich sowie der Ersatz der angefaulten Holzbalken und der beschädigten Biberschwanzziegel auf der Aussichtskanzel. Die Holzbrücke wird vollständig eingerüstet. Als Alternative zum gesperrten Übergang empfiehlt der Gemeinderat, die Stahljochbrücke zu benutzen, die sich direkt neben der Holzbrücke befindet. (PKR)