Die Badener Museen reiten auf einer Erfolgswelle. Nur wenige Tage, nachdem das Museum Langmatt letzte Woche einen starken Besucherzuwachs für das 2016 vermelden konnte (az vom Samstag), präsentiert das Historische Museum Baden für das letzte Jahr gar einen Besucherrekord. Mit genau 13 016 Besucherinnen und Besuchern konnte der bisherige Wert aus dem Jahr 2008 (12 376) geknackt werden. In den letzten Jahren haben sich die Zahlen immer knapp um die 10 000 bewegt.

Zurückzuführen seien diese erfreulichen Zahlen auf die beiden Ausstellungen «Geschichte verlinkt» und «IndustrieStadt». Die Dauerausstellung «Geschichte verlinkt» zur Bäder- und Industriegeschichte wurde im März letzten Jahres eröffnet, die Vernissage für die Sonderausstellung «IndustrieStadt» zum 125-Jahr-Jubiläum der ABB/BBC fand im letzten Herbst statt. «Gerade der Zuspruch für diese Ausstellung zeigt, wie emotional viele Badenerinnen und Badener und Einwohner der Region immer noch mit der Geschichte der Weltfirma verbunden sind», sagt Museumsleiterin Carol Nater Cartier. «Wir konnten nur eine kleine Auswahl von Geschichten präsentieren. Umso mehr hat mich berührt, wie viele Besucher mit ihren ganz persönlichen Geschichten auf mich zugekommen sind», sagt Nater Cartier.

Auch die Dauerausstellung sei bei den Besuchern auf äusserst positives Echo gestossen. «Das einzigartige Ausstellungskonzept – mittels thematischen Verlinkungen, ähnlich wie Wikipedia, wird Geschichte auf neuartige Weise erzählt – sowie die zeitgemässe Objektpräsentation fanden auch in Fachkreisen und in den Medien grosse Beachtung», so die Museumsleiterin.

Sonderausstellung endet im März

Für das 2016 wurden ursprünglich rund 11 000 Besucher erwartet. «Die beiden Ausstellungen in Kombination sowie ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm haben dazu beigetragen, dass diese Zahl deutlich übertroffen wurde», sagt Nater Cartier. Wobei es nie das primäre Ziel gewesen sei, die Besucherzahlen nach oben zu treiben. «Vielmehr war uns eine qualitativ hochstehende, aber zugleich ansprechende Geschichtsvermittlung ein Anliegen.» Offenbar sei die Botschaft angekommen. «Die hohen Besucherzahlen sind eine Bestätigung für unsere Arbeit.»

Gleichzeitig betont Carol Nater Cartier, dass die beiden Ausstellungen auch mit grosszügigen Drittmitteln hätten realisiert werden können. So hätten sich der Swisslos-Fonds des Kantons Aargau, die Gemeinde Ennetbaden und weitere Donatoren mit rund einer halben Million Franken an der Ausstellung «Geschichte verlinkt» beteiligt. Und die Kosten für die Ausstellung zum BBC/ABB-Jubiläum seien zur Hälfte durch Drittmittel gedeckt worden. Wer sich selber noch ein Bild von dieser Ausstellung machen will, hat dazu bis am 12. März dieses Jahres Gelegenheit.

Auch Stadtrat und Kulturvorsteher Erich Obrist (parteilos) zeigt sich hocherfreut über den Besucherrekord: «Die sorgfältige Planung und Realisierung des Museums- und Ausstellungskonzeptes sowie das hochstehende Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm tragen dazu bei, dass das Historische Museum Baden zeitgemäss aufgestellt und aus einer Position der Stärke heraus die kommenden Jahre in Angriff nehmen kann.»