Baden

Historisches Museum verbucht einen Rekord

Am Podium im Historischen Museum Baden, von links: Werner van Gent, Jeannette Good, Jürg Spichiger und Amira Hafner-Al-Jabaji. Thomas Frauenknecht

Am Podium im Historischen Museum Baden, von links: Werner van Gent, Jeannette Good, Jürg Spichiger und Amira Hafner-Al-Jabaji. Thomas Frauenknecht

Mit über 250 Personen an der Finissage von «IndustrieStadt» verbuchte das Historische Museum Baden sogar einen Rekord.

Baden gilt als weltoffene Stadt. Auch am Podiumsgespräch anlässlich der Finissage der Sonderausstellung «IndustrieStadt BBC/ABB in Baden: Beziehungen und Schicksalsgemeinschaften» kam dies zum Ausdruck. Die Weltfirma hat in ihrer 125-jährigen Geschichte unzählige Nationalitäten zum Arbeiten nach Baden geholt. Aus diesem Umstand gingen zwei Wetten mit Werner van Gent (Nahost-Experte) und Jeannette Good (Geschäftsführerin Verein ABB Kinderkrippen, Diversity and Inclusion ABB Schweiz) hervor, die das Historische Museum und die Fachstelle Integration im Rahmen der Ausstellung zum Thema Arbeitsmigration lanciert hatten: Gelingt es während der Laufzeit der Ausstellung, 70 der 109 in der Stadt Baden gemeldeten Nationen sowie 2×125 aktuelle ABB-Mitarbeitende ins Museum zu holen?

An der Finissage diskutierten über «Arbeitsmigration gestern, heute, morgen» Werner van Gent, Jeannette Good und Jürg Spichiger (Ausstellungskurator) unter Leitung von Amira Hafner-Al-Jabaji (SRF-Moderatorin). Besonders van Gent, der in Wettingen aufwuchs, weil sein Vater bei der BBC damals eine Stelle angetreten hatte, wusste mit seinen Geschichten zu unterhalten.

Mit 82 Nationen gewann Werner van Gent seine Wette problemlos. Jeannette Good musste länger zittern: Erst am Mittwochabend konnte das Museum dank einer Führung der ABB den 250. aktiven ABB-Mitarbeitende begrüssen. Diese Wettresultate zog Museumsleiterin Carol Nater Cartier an der Finissage am Donnerstagabend aus den ihr feierlich überbrachten Couverts und verkündete sie stolz dem Publikum im prall gefüllten Saal. Van Gent, zwischenzeitlich in Baden wohnhaft, wie auch das Publikum dürften froh gewesen sein, dass er die Wette nicht einlösen musste. Es wäre eine, mit schrecklichen Tönen seiner Geige untermalte Brandrede gegen die nichtanwesenden Nationenvertreter gewesen. Hingegen versprach Jeannette Good trotz gewonnener Wette ihren Einsatz einzulösen. Sie wird, unterstützt von Kindern aus ABB-Kinderkrippen, 125 Ballons steigen lassen.

In gut fünf Monaten haben rund 8500 Menschen die Ausstellung besucht. Als gebührender Schlusspunkt wurde die Finissage musikalisch vom Weltchor Baden und Chor der Nationen Solothurn umrahmt, die zusammen ein gewaltiges Stimmvolumen in den «Melonenschnitz» zauberten. Am Sonntag ist letzter Ausstellungstag.

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